Bayer 04 Leverkusen

Rekordtransfer offiziell: Wirtz wechselt zum FC Liverpool

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Die Zukunft von Florian Wirtz ist in Stein gemeißelt: Das Offensivjuwel verlässt die Bundesliga und wechselt für eine Rekordablösesumme zum FC Liverpool. Das gab der Premier-League-Klub am Freitagabend offiziell bekannt.

Liverpool gewinnt Poker um Wirtz

Die Zukunft von Florian Wirtz wurde in den vergangenen heiß diskutiert. Mal hatte der FC Bayern im Rennen um den Nationalspieler die Nase vorne, dann mischte plötzlich Manchester City mit. Schließlich sicherte sich ein anderer Klub seine Dienste. Ein Flug auf die Insel genügte offenbar, um Wirtz final von einem Wechsel nach Liverpool zu überzeugen. Der 22-Jährige hatte am Donnerstag den ersten Teil des Medizinchecks absolviert, am Tag darauf folgten Teil zwei und die Unterzeichnung eines bis „langfristigen“ Vertrags. Medienberichten zufolge ist das Arbeitspapier bis 2030 gültig.


„Ich habe lange darauf gewartet – endlich ist es so weit und ich bin überglücklich“, wird Wirtz in einer Vereinsmitteilung des FC Liverpool zitiert. Er freue sich „riesig auf dieses neue Abenteuer. Das war auch der Ansporn: Ich wollte etwas komplett Neues ausprobieren – die Bundesliga verlassen und in die Premier League wechseln“, so der Offensivspieler. Wirtz will sich in der besten Liga Europas messen und sein Bestes geben. Im Zuge seiner Entscheidung hätten ihm auch „einige Spieler“ in Gesprächen gesagt, der Transfer sei „perfekt“ für ihn. „Ich freue mich schon sehr auf mein erstes Spiel.“

Seine Ziele für die erste Saison bei den „Reds“ sind ambitioniert: „Ich würde gerne jedes Jahr alles gewinnen. […] In der vergangenen Saison haben sie die Premier League gewonnen, mein Ziel ist es natürlich, den Titel erneut zu holen und in der Champions League noch weiter zu kommen“, so Wirtz.

Liverpool macht Wirtz zum Rekordtransfer

Bayer Leverkusen wird für den Abgang seines Kreativspielers mit einer festen Ablöse in Höhe von 125 bis 130 Millionen Euro entschädigt. Durch mögliche Bonuszahlungen kann die Summe auf 150 Millionen Euro stiegen. Damit wird der Zehner zum teuersten Neuzugang der Premier-League-Geschichte. In der Bundesliga löst Wirtz Ousmane Dembélé (2017 für 105 Millionen Euro vom BVB zu Barcelona) als Rekordabgang ab. Zudem ist er mit großem Abstand Leverkusens Rekordverkauf. Diesen Titel trug bisher Kai Havertz, der Bayer 04 mit seinem Transfer nach England 2020 rund 80 Millionen Euro einbrachte.

Neben den Finanzen der „Werkself“ befürwortete zuletzt auch Bundestrainer Julian Nagelsmann die Wirtz-Entscheidung für die Merseyside. „Das ist ein tolles Umfeld, ein super Klub“, bewertete der 37-Jährige gegenüber „Sky“. Der Wechsel sei „ein guter Schritt, weil er da auf seiner Position spielen kann“, so Nagelsmann weiter. Beim FC Liverpool ist Wirtz in einem 4-2-3-1 klar auf der Zehner-Position eingeplant. Eine Rolle, die ihm Mitbewerber Bayern München nicht zusichern konnte.

Wechsel zu Liverpool: Hoeneß größter Verlierer?

Der amtierende deutsche Meister hätte ein neues System finden müssen, um Wirtz neben anderen Offensivstars einbinden zu können. Durch eine Umstellung auf ein 4-1-4-1 sollte er mit Jamal Musiala auf einer Doppel-Zehn agieren. Lange Zeit hatte vieles auf einen Wechsel von Wirtz an die Isar hingedeutet. Doch Ende Mai kassierte der FC Bayern den finalen Korb des Edeltechnikers. Eine herbe Niederlage im Werben um den 22-Jährigen – insbesondere für den Ehrenpräsidenten und Aufsichtsratsvorsitzenden Uli Hoeneß. Wieder einmal war sich der 73-Jährige im Bemühen um einen absoluten Wunschtransfer, den er zur Chefsache erklärt hatte, letztlich zu siegessicher.

„Wenn ich einen Traum haben darf“, sagte Hoeneß im Februar in einem „t-online“-Interview, „dann würde ich sagen, dass Florian Wirtz zum FC Bayern muss.“ Umso enttäuschter war er, als ihn Berater Hans-Joachim Wirtz anrief und ihm die Entscheidung seines Sohnes gegen den FC Bayern mitteilte. Hoeneß hatte auf das gute Verhältnis zum Wirtz-Vater gehofft, den er mehrmals in sein Haus am Tegernsee einlud. Der an der Säbener Straße ausgetüftelte Zukunftsplan fiel mit dem Telefonat wie ein Kartenhaus zusammen. Wirtz sollte gemeinsam mit Musiala eine Ära in München prägen. Aber daraus wird nichts. Die groß angekündigte Transferoffensive der Bayern hat damit einen herben Dämpfer erlitten.

Wie kompensiert Bayer 04 den Abgang?

Arne Slot fand die besseren Argumente. Nachdem der Niederländer den FC Liverpool – nach der Klopp-Ära und quasi ohne Neuzugänge – zur englischen Meisterschaft führte, gelang ihm ein weiterer Coup. Der Cheftrainer der „Reds“ konnte den DFB-Schützling mit seiner Spielidee überzeugen. Damit erhielt sein Klub den Zuschlag. Der FC Liverpool war nach „Bild“-Informationen bereits im Februar in den Wirtz-Poker eingestiegen, bekam medial aber lange keine großen Chancen zugesprochen. Letztendlich war das vielleicht der entscheidende Vorteil, um den Transfer ohne große Nebenschauplätze eintüten zu können.

Bayer Leverkusen ‒ die im Dezember gerne mit Wirtz verlängert hätten ‒ verliert nach Jonathan Tah (wechselte zum FC Bayern), Jeremie Frimpong (ebenfalls Liverpool) und Trainer Xabi Alonso (Real Madrid) die vierte Stütze der Double-Saison. Der Vizemeister kann das eingenommene Geld nutzen, um den Kaderumbruch unter Neu-Trainer Erik ten Hag voranzutreiben. Die „Werkself“ hat mit Ibrahim Maza (von Hertha BSC), Tim Oermann (VfL Bochum, bis 2026 per Leihe bei Sturm Graz), Torwart Mark Flekken (FC Brentford) und Defensivtalent Axel Tape (PSG U23) bereits vier Neuzugänge eingetütet. Größere Transfers dürften folgen. Laut der „Bild“-Zeitung will Bayer 04 für einen Wirtz-Ersatz jedoch nicht mehr als 50 Millionen Euro ausgeben.

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