Bayer 04 Leverkusen

Vor dem Winter-Transferfenster: Wo Leverkusen nachlegen muss

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In fünf Wochen öffnet das Wintertransferfenster in Deutschland. Für viele Vereine bietet sich damit die Möglichkeit, den Kader zu verbessern – oder Fehler aus dem Sommer zu korrigieren. Auch Bayer 04 Leverkusen muss sich die Frage stellen, ob der Kader für die zweite Saisonhälfte ausreicht. Es könnte eng werden für die Werkself.

Not auf den Außenpositionen

Im Sommer hat sich Leverkusen bereits auf den Außenbahnen verstärkt. Mit Ernest Poku kam ein schneller, dribbelstarker Spieler von AZ Alkmaar. Außerdem kam Lucas Vázquez ablösefrei – mit viel Erfahrung, die dem jungen Team guttun soll. Doch: Poku ist nicht als Schienenspieler gedacht, sondern soll als Flügelstürmer neben Patrik Schick oder Cristian Kofane agieren. Und Vázquez? Der ist verletzt und hat schon neun Spiele verpasst.

Deshalb musste Arthur deutlich mehr Minuten machen als in der Vorsaison – und dabei wurden seine Schwächen sichtbar. Der Brasilianer bringt nicht das Offensivspiel mit, für das Leverkusen in den vergangenen Jahren bekannt war. Im Vergleich zu Jeremie Frimpong fehlen ihm vor allem die vertikalen Pässe und die Präsenz in direkten Duellen.

Hinzu kommt, dass auch Arthur zwischenzeitlich verletzt war – genau wie Vázquez. In der Folge stand mit Axel Tape bereits ein 18-jähriger Innenverteidiger auf der rechten Seite. Sollte sich Arthur bis Weihnachten nicht klar durchsetzen, wird Bayer im Winter auf dieser Position wohl nachlegen müssen.

Anders sieht es auf der linken Seite aus. Alejandro Grimaldo gehört seit zwei Jahren zu den besten Linksverteidigern Europas. Auch in dieser Saison glänzt er offensiv: acht Tore, vier Vorlagen in 17 Spielen. Ein Glücksfall für Leverkusen. Das Problem: Es gibt keinen Ersatz. Hjulmand muss Grimaldo jedes Spiel bringen – eine Pause ist kaum möglich. Bei einer Verletzung wäre der Klub nicht vorbereitet.

Nachwirkungen der Kaderplanung unter ten Haag

Noch immer spürbar ist die Handschrift von Ex-Trainer Erik ten Hag, der früh mit der Kaderplanung begonnen hatte. Er bevorzugt einen kleinen, kompakten Kader – mit rund 16 Stammspielern. Das kann bei einem Dreierkettensystem schnell zu wenig sein. Leverkusen hat aktuell nur vier Innenverteidiger. Mehrmals musste Robert Andrich, eigentlich im Mittelfeld gesetzt, in die Abwehrkette ausweichen – was dort spürbar war.

Im Mittelfeld wird’s ohnehin eng: Equi Fernández und Exequiel Palacios fehlen noch bis ins neue Jahr. Derzeit stehen nur zwei fitte Mittelfeldspieler zur Verfügung – keine einfache Situation angesichts der Dreifachbelastung.

Vorne gibt’s Licht und Schatten

In der laufenden Saison sieht man altbekannte Freude und Sorgen: Patrik Schick trifft wieder, kommt aber wie so oft erst nach Verletzung richtig in Tritt. In seiner Abwesenheit überzeugte der 19-jährige Cristian Kofane mit vier Toren und fünf Vorlagen in 17 Spielen. Im Winter wird er voraussichtlich für den Afrika-Cup nominiert – Leverkusen muss also erneut auf ihn verzichten.

Als möglicher Neuzugang gilt Jonas Wind vom VfL Wolfsburg. Trainer Kasper Hjulmand kennt ihn aus der dänischen Nationalmannschaft. Ein Transfer im Winter ist zwar eher unwahrscheinlich – Winds Vertrag läuft im Sommer aus –, aber Leverkusen könnte vorzeitig aktiv werden. Die Frage ist: Millionen zahlen für ein halbes Jahr oder auf den Sommer warten?

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