Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images
Bei ihm kann man von einem wahren Paradiesvogel sprechen. Da wären nicht nur seine ausgefallenen Outfits, die seine nicht zu verleugnende Extravaganz widerspiegeln. Dazu kommen noch spontane Kurztrips (oft nach Mailand) oder ein gemeinsamer Urlaub mit der Familie im BVB-Mannschaftshotel. Die Rede ist von BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang. Nun bringt ein Gerücht den Gabuner mit einem Wechsel zum chinesischen Rekordmeister Guangzhou Evergrande in Verbindung. Doch passt ein solcher Wechsel überhaupt zum 28-Jährigen?
Sportlich gesehen ist der Wechsel nach China natürlich nichts anderes als ein deutlicher sportlicher Rückschritt. Schließlich steckt der Fußball in China noch in den Kinderschuhen. Erst seit wenigen Jahren bauen die sportlichen Leiter Leistungszentren, um den Fußball im Reich der Mitte zu etablieren. Auch wenn die Verantwortlichen schon Fortschritte erzielen konnten, das Niveau ist deutlich niedriger als in Europa. Folglich wird sich Aubameyang in der chinesischen Liga sicher nicht großartig fußballerisch weiterentwickel. Dafür ist die Konkurrenz verglichen mit jener in der Bundesliga viel zu gering – Guangzhou ist seit 2011 immer chinesischer Meister geworden, gilt auch in der nächsten Saison als klarer Favorit.
Dafür passt ein ganz anderer Entscheidungsfaktor zum 28-jährigen Borussen: das Streben nach Außergewöhnlichem. In China wird dies mit dem Glamour-Faktor geboten. So zahlen die chinesischen Vereine europäischen Top-Stars in der chinesischen Super League ein üppiges Gehalt. Gleichzeitig würde „Auba“ einer der absoluten Top-Stars im Lande sein. In der Bundesliga hat der Offensivspieler zwar bereits den Status eines der besten Spielers der Liga inne. Doch angesichts der niedrigen Dichte an Weltklasse-Spielern dürften ihm die Chinesen letztlich noch ein Stück mehr Aufmerksamkeit schenken. Ganz nach dem Motto: Weniger ist mehr!
Ein Wechsel nach China wäre Aubameyang definitiv zu zutrauen- schließlich steht der Angreifer für Außergewöhnliches. Auch der niedrigere sportliche Härtegrad würde den Gabuner nicht abschrecken, hier überwiegt vermutlich seine Extravaganz, die die neue Herausforderung in China ihm bietet. Entscheiden muss sich „PEA“ zwischen besserem Fußball und besserer Bezahlung.
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