Borussia Dortmund

Bensebaini und das BVB-Remis: Erst Disput um Elfmeter und dann Kritik vom Trainer

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Borussia Dortmund ist in die neue Champions-League-Saison mit einem 4:4 gegen Juventus Turin gestartet. Acht Tore fielen in der zweiten Halbzeit – mitunter ein Elfmeter, verwandelt durch Ramy Bensebaini. Doch zuvor kam es zum Disput zwischen dem 30-Jährigen und Serhou Guirassy. Das sorge für Schlagzeilen direkt nach dem Abpfiff und für Statements von Niko Kovač und Sebastian Kehl. Auch wurde er für eine Aktion zum Ende der Partie kritisiert.

Disput um Elfmeter: „Klar definiert“, dass Bensebaini schießt

Doch was ist passiert? Juve-Verteidiger Lloyd Kelly warf sich in einen Schuss von Guirassy und bekam den Ball dabei an den Arm. Schiedsrichter Francois Letexier zeigte auf den Punkt, aber ließ die Entscheidung noch vom VAR checken. Währenddessen kam es zum Wortgefecht zwischen Guirassy, Bensebaini und auch Karim Adeyemi und Julian Brandt. Der Guineer hatte die Kugel schon in den Armen und wollte zum Elfmeter antreten. Kovač meldete sich lautstark von der Seitenlinie, weshalb dann Bensebaini den Elfer schießen durfte und zum zwischenzeitlichen 4:2 traf.

„Ich verstehe, dass Serhou das Tor machen will, weil er die Schusschance gehabt hat“, erklärte Kovač im Nachgang bei Prime Video. Jedoch war er nicht der vorgesehene Schütze, da er im Spiel gegen St. Pauli (3:3) vergab: „Es war klar definiert“. Der Kroate fügt hinzu: „Der Serhou ist ein toller Bursche beziehungsweise ein Teamplayer. Das nimmt er nicht persönlich. Von daher ist alles gut. Da machen wir keinen Elefanten aus einer kleinen Mücke“. Auch Kehl bestätigt, dass Bensebaini als Schütze festgelegt wurde.

Kritik an Juves Anschlusstreffer, eingeleitet durch Bensebaini

Bis zur 92. Spielminute war die Welt in Ordnung für Dortmund. Man lag mit 4:2 in Turin vorne, doch dann brach die Hölle los. Bensebaini versäumte es zunächst, den Ball nahe des eigenen Strafraums konsequent nach vorne zu klären, ehe er unter Druck zumindest einen Einwurf herausholen wollte. Statt den Ball ans Schienbein von Joao Mario zu spitzeln, passte er zu Pierre Kalulu, der das 3:4 einleitete. „Auf dem Niveau darf man keine Fehler machen, man kann mit dem Finger auf Ramy zeigen, aber das machen wir nicht“, erklärte Kovac zunächst am Prime-Mikrofon. Dennoch kritisierte er aber trotzdem die Aktion: „Ich sage nicht umsonst, hinten gibt es keine Play-Zone. Gerade wenn es dann in die Nachspielzeit geht, da darf der Ball eigentlich gar nicht mehr im Spiel sein.“

Für den BVB geht es am Sonntag mit der Bundesliga weiter. Da erwarten die Westfalen den VfL Wolfsburg. Die Champions League wird in zwei Wochen fortgesetzt – am 1.10. treffen die Schwarz-Gelben auf Athletic Bilbao in Dortmund für den zweiten Spieltag.

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