Foto: Sebastian Widmann/Getty Images
Nach überstandener Knieverletzung steht Dan-Axel Zagadou seit einigen Wochen wieder dem Kader von Borussia Dortmund zur Verfügung. Nach guten Auftritten in der 2. Mannschaft, folgten eher durchwachsene Darbietungen unter Trainer Marco Rose – unter anderem in der Champions League gegen Sporting Lissabon, als er ungestüm einen Elfmeter verursachte. Dass der 22-Jährige auch anders kann, hat er in der Vergangenheit oft unter Beweis gestellt.
Der Verteidiger bringt stolze 1,96 Meter mit sich, welche besonders im Luftduell seine Gegner zur Weißglut bringen können. So gelang es Zagadou in früheren Spielen sogar einen Robert Lewandowski die Lust am Spiel zu nehmen. Außerdem verfügt der Franzose über ein ruhiges und genaues Aufbauspiel. Mit gezielten, scharfen Pässen kann er mehrere Reihen überspielen und seine Mitspieler in gefährlichen Zonen an den Ball bringen.
Auch Abwehrkollege Mats Hummels verfügt über diese Fähigkeiten, leistete sich jedoch zuletzt einige Schnitzer und zeigt immer häufiger Defizite im Tempo. Besonders auffällig war das im Spiel gegen den FC Bayern München, als er im Aufbauspiel den Ball gegen Thomas Müller verlor und so den Weg zum zwischenzeitlichen 1:1 bereitete.
Selbst ein tadelloser Mats Hummels wird Pausen benötigen. Sein Körper zeigt ihm immer öfter seine Grenzen auf. Marin Pongračić wusste nicht zu überzeugen, erlaubte sich zu oft Fehler im eigenen Ballbesitz. Zagadou ist wieder fit und Marco Rose ist von seinem linken Fuß begeistert. Er wird seine Einsatzzeiten bekommen. Die Frage ist, ob es ihm gelingen wird, diese zu nutzen. Es könnte seine womöglich letzte Möglichkeit sein, sich im Dress des BVB durchzusetzen, denn im Sommer 2022 läuft sein Vertrag aus.
Sein Talent steht außer Frage. Wenn es ihm gelingt seine Schwächen zu verbessern, aggressiver im Tackling zu sein und Leichtsinnigkeitsfehler zu vermeiden, besteht durchaus die Möglichkeit, dass sich der Innenverteidiger als Nachfolger von Hummels, neben Manuel Akanji, in der Abwehrzentrale etabliert. Schon am Dienstagabend im letzten Spiel der Champions League-Gruppenphase gegen Besiktas Istanbul könnte Zagadou in der Startformation stehen und die Möglichkeit bekommen, zu zeigen, dass wieder mit ihm zu rechnen ist.
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