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Borussia Dortmund

Dritter Transfer in dieser Woche offiziell: BVB holt Fabio Silva

Nach Carney Chukwuemeka (Festverpflichtung) und Aaron Anselmino (einjährige Leihe, beide vom FC Chelsea), ist nun auch der dritte BVB-Neuzugang dieser Woche offiziell: Stürmer Fabio Silva kommt von den Wolverhampton Wanderers.

BVB setzt sich gegen große Namen durch

Wie Borussia Dortmund am Freitagnachmittag offiziell bekannt gab, unterschrieb der 23-Jährige einen Vertrag bis 2030. Laut „Sky“ verständigten sich die Klubs auf eine Ablösesumme von 22,5 Millionen Euro zuzüglich vier Millionen Euro möglicher Boni. Die Westfalen zahlen somit weniger als die ursprünglich kolportierten 30 Millionen Euro. Silva wird in Dortmund mit der Rückennummer 21 auflaufen, die zuletzt der zu Gladbach gewechselte Giovanni Reyna trug, nachdem er seine 7 an Jobe Bellingham abgeben musste.

Damit endet ein wochenlanges Tauziehen um den Portugiesen, der bis zuletzt mit einer finalen Zusage gezögert hatte. Nachdem sich der BVB unter der Woche mit Wolverhampton geeinigt hatte, ließ Silva die Westfalen nochmal zappeln. Sein großer Wunsch sei es, in Italien zu spielen – als sich die AS Rom und AC Milan in den Poker einschalteten und drohten zu hijacken, geriet der Transfer etwas ins Stocken. Der BVB musste daher länger als geplant auf grünes Licht des Offensivspielers warten.

Doch seit Donnerstag stand fest: Fabio Silva wechselt nach Dortmund. Die Borussen setzten sich damit gegen mehrere Interessen, darunter RB Leipzig, durch. Der einmalige portugiesische Nationalspieler absolvierte am Freitag den Medizincheck und unterzeichnete anschließend sein Arbeitspapier. Der Wechsel zu den Westfalen sei für ihn „etwas ganz Besonderes.“ Wenn der BVB den Angreifer noch vor 15 Uhr registriert hat, steht er bereits am Sonntag gegen Union Berlin (17:30) im Kader.

Fünfter BVB-Neuzugang der Saison

Damit endet eine Transfer-Flaute an der Strobelallee endgültig: Fast zwei Monate mussten Fans von Borussia Dortmund auf weitere Neuzugänge warten. Zuvor hatten die Westfalen mit Jobe Bellingham (vom AFC Sunderland) und Patrick Drewes (VfL Bochum) nur zwei Einkäufe getätigt. Umso erfreulicher für die Schwarzgelben, in dieser Woche gleich ein Trio präsentieren zu können.

Während Aaron Anselmino ausgeliehen wurde, um die klamme Defensive zu verstärken, kam mit Carney Chukwuemeka ein nicht allzu alter Bekannter, um der Offensive Kreativität zu verleihen. Silva soll möglichst viele Zuspiele verwerten, bringt aber ein für Mittelstürmer ungewöhnlich vielseitiges Profil mit. Dies weiß auch BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl zu schätzen:  „Fabio bringt viel Qualität mit: Torgefahr, Spielintensität, Tempo, und er kann flexibel auf mehreren Positionen eingesetzt werden. All das sowie die Tatsache, dass er ein erfolgsgetriebener, arbeitender Stürmer ist, macht diesen Transfer für uns sehr wertvoll“, wurde der 45-Jährige zitiert.

Kommt Silva als Guirassy-Backup?

Laut „Sky“-Reporter Patrick Berger soll er Serhou Guirassy entlasten oder ersetzen können und zugleich als Vorgriff auf einen möglichen Abgang des Guineers dienen. Auch Zitate von Geschäftsführer Lars Ricken in der Vereinsmitteilung deuten darauf hin. „Es war unser Ziel, das Team während der laufenden Transferperiode auch im Sturmzentrum breiter aufzustellen, um möglichst unberechenbar und für alle Situationen in drei Wettbewerben bestmöglich gewappnet zu sein“, so Ricken. Er freue sich mit in Silva „einen Spieler mit großem Potenzial verpflichtet zu haben“, nachdem viel Geduld aufgebracht wurde, „um unsere Vorstellungen durchzusetzen.“

Seine Variabilität macht den Offensivspieler zwar attraktiv, seine Trefferquote war in der Vergangenheit aber lange Zeit ausbaufähig. In 72 Partien für die Wolverhampton Wanderers erzielte Silva lediglich fünf Treffer und konnte in der Premier League nie richtig Fuß fassen. Die Wolves haben ihn deshalb mehrmals ausgeliehen. In der vergangenen Saison tankte der einmalige Nationalspieler Portugals in Spanien Selbstvertrauen. Für UD Las Palmas traf er in 24 LaLiga-Einsätzen zehnmal, konnte den Abstieg in die Zweitklassigkeit jedoch nicht verhindern.

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