Oliver Hardt/Getty Images
Bei Borussia Dortmund sorgt das Aus von Sebastian Kehl weiter für Gesprächsstoff. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken spricht nun offen über interne Spannungen, verteidigt die Entscheidung – und betont gleichzeitig den respektvollen Umgang mit der BVB-Legende.
Die Trennung von Sebastian Kehl bei Borussia Dortmund sorgt weiterhin für Diskussionen – nun hat sich Sport-Geschäftsführer Lars Ricken ausführlich zu den Hintergründen geäußert und dabei erstmals offen interne Spannungen eingeräumt. Vor dem Bundesliga-Spiel gegen den VfB Stuttgart (2:0) geriet der 49-Jährige unter Druck und bestätigte bei „Sky“: „Wir haben kein Hehl daraus gemacht, dass es in der Führungsetage ab und zu mal geknirscht und geknarzt hat.“
Die Entscheidung, sich vom langjährigen Sportdirektor zu trennen, sei das Ergebnis eines längeren Prozesses gewesen. Laut Ricken habe es ein offenes Gespräch zwischen Vereinsführung und Kehl gegeben, an dessen Ende die vorzeitige Trennung stand. „Dies sei nur professionell“, erklärte der BVB-Boss und deutete damit an, dass nicht allein sportliche Gründe ausschlaggebend waren. Auch zwischenmenschlich habe es Differenzen gegeben.
Für zusätzliche Brisanz sorgt der Zeitpunkt der Entscheidung. Denn Nachfolger Ole Book bestätigte, dass bereits seit Januar Kontakt zum BVB bestand. Ricken verteidigte dieses Vorgehen und erklärte: „Das gehört für mich als Geschäftsführer dazu, dass man wie bei Spielern auf Situationen vorbereitet ist.“ Gleichzeitig räumte er ein, dass Kehl von diesen Gesprächen zunächst nichts wusste.
Kritik an diesem Vorgehen kam unter anderem von Lothar Matthäus, der von einer möglichen „Hinhaltetaktik“ sprach. Ricken widersprach deutlich und betonte den respektvollen Umgang mit Kehl: „Wir haben uns in die Augen geschaut und sind gemeinsam auf den Entschluss gekommen, dass es gut ist, wenn man sich trennt.“
Trotz der Differenzen würdigte Ricken die Verdienste des langjährigen BVB-Spielers und Funktionärs und stellte klar, dass ihm alle Türen offenstehen. Wie der Abschied letztlich aussehen wird, soll Kehl selbst entscheiden.
Auch Trainer Niko Kovac äußerte sich versöhnlich und kündigte ein persönliches Wiedersehen an: „Wir werden bestimmt auch Kaffee trinken oder was essen.“
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