Alex Grimm/Getty Images
„Dass wir die Bayern nicht angreifen können, ich glaube, das sieht jeder“, sagte der Coach des aktuellen Tabellenzweiten. Der Branchenprimus aus München zeigte sich in den letzten Monaten mit einer Dominanz, die man so vielleicht zuletzt unter Trainerlegende Pep Guardiola gesehen hat. Nach 16 Spielen hat man eine Tordifferenz von +51 vorzuzeigen, womit sie auf dem Weg sind, ihren eigenen Torrekord von 101 aus der Saison 1971/72 deutlich zu überbieten. Auch sind sie seit dem ersten Spieltag Tabellenführer und mit 14 Toren und zwei Remis in der Liga ungeschlagen.
Für den BVB ist es nicht möglich, mitzuhalten, auch wenn die Westfalen bisher nur eine Niederlage gegen eben jene Bayern und die zweitbeste Defensive vorzuweisen haben. Aktuell steht man mit vier Punkten Vorsprung auf RB Leipzig auf dem zweiten Platz, wobei aber die Leipziger ein Spiel weniger haben durch die abgesagte Partie gegen St. Pauli.
Der BVB-Coach ist diese Saison schon häufiger mit Bemerkungen in Richtung der bayerischen Dominanz aufgefallen. Auf die Frage „ob der Blick nach oben nicht doch [nerve]?“ entgegnete er: „Wir wissen, wo die Bayern sind, und wir wissen, wo wir herkommen“. Das vor der Saison formulierte Ziel, nicht etwa die Bayern anzugreifen, sondern nach den letzten beiden Saisons Ruhe hineinzubekommen und möglichst früh in den Top 4 zu stehen, bekräftigte der 54-Jährige.
Zu seiner eigenen Mannschaft sagte er: „Ich denke, meine Mannschaft hat sich richtig gut entwickelt“. Die Überlegenheit der Münchner müsse man hinnehmen. Unter anderem verwies er auf die Finanzen: „Wir wissen letzten Endes, wo die Bayern einkaufen und wir einkaufen“. Für diese Herangehensweise erntete der ehemalige kroatische Nationaltrainer schon häufig Kritik, als er Beispielsweise Maximilian Beier fehlenden Realismus vorwarf. Jener hatte seinen Wunsch geäußert, mit dem BVB Meister zu werden. Kovac sagte damals: „[Das] werde ich ihm schon austreiben“. Vorgeworfen wird Kovac Ambitionslosigkeit und fehlender Mut. Etwas, das man beim BVB im letzten Jahrzehnt häufig vermisste.
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