Borussia Dortmund

Kovac mit BVB-Auftritt „äußerst zufrieden“ … bis auf vier Minuten

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Borussia Dortmund gab in einem irren Champions-League-Auftaktspiel gegen Juventus Turin eine 4:2-Führung auf der Siegerstraße aus der Hand. Trainer Niko Kovac war der Mannschaftsleistung zufrieden – mit Ausnahme der letzten vier Minuten, die den vermeintlich sicheren Sieg zunichtemachten.

Kovac lobt erste 92 Minuten …

„Es war nervenaufreibend“, sagte Niko Kovac bei „Amazon Prime Video“ über ein fulminantes Fußballspiel. Dabei sah die Begegnung der Champions-League-Finalisten von 1997 lang nicht danach aus, als würde sie noch zu einer Torparade werden. Der BVB habe die ersten 45 Minuten „kontrolliert, aber selber nichts kreiert“, so Kovac auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Seine Mannschaft ließ Juventus Turin allerdings auch nicht ins Spiel kommen, sodass es torlos in die Kabinen ging.

Nach einer highlightarmen ersten Halbzeit fielen im zweiten Abschnitt ganze acht Tore, davon drei in den letzten zehn Minuten. „Acht Tore, das ist sehr viel“, resümierte Kovac und lobte die eigenen vier Treffer. „Die Art und Weise, wie wir die Tore herausgespielt haben und in Turin gegen eine fantastisch gute Mannschaft aufgetreten sind, zeigt, dass meine Jungs heute alles rausgehauen haben“, sprach er seiner Mannschaft ein Kompliment aus und war „äußerst zufrieden.“ Bis zur vierten Minute der Nachspielzeit sah die schwarzgelbe Welt noch in Ordnung aus. Nach einer 1:2-Niederlage bei der Saisoneröffnung vor gut fünf Wochen, stand man in Turin kurz vor einer gelungenen Revanche.

… aber muss die letzten vier kritiseren

Doch die 4:2-Führung wurde auf den letzten Metern noch verspielt. Ein großer Auftritt von Juves Dušan Vlahović begrub die Dortmunder Siegesträume. Nachdem er in der 67. Minute zum zwischenzeitlichen 2:2 getroffen hat, wurde der Serbe spät zum Matchwinner. Erst nutzte der Offensivspieler einen Fehler von Ramy Bensebaini zum 3:4-Anschlusstreffer (90+4.), zwei Minuten später legte er den 4:4-Ausgleich durch Lloyd Kelly auf (90+6.). Das Turiner Allianz-Stadion stand Kopf, die angereisten Gäste waren am Boden.

Kovac zeigte sich entsprechend enttäuscht über den Ausgang des Spiels, für das er eigentlich viel Lob übrig hatte. „Dieses Spiel darfst du nicht 4:4 spielen“, wurde er deutlich. Zwar habe seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit vor „heißblütigen“ Zuschauern gut gespielt, doch „was nicht gut war, waren die letzten vier Minuten, 92. bis 96.. Das ist das, was weh tut.“ Ein Unentschieden zum Auftakt in die neue Königsklassen-Saison hätte den BVB prinzipiell zufriedengestellt, doch nach dem Ausgang sei lediglich ein Punkt, mit dem man leben müsse, so Kovac.

Kobel nach 4:4 „ganz klar angepisst“

„Das Resultat, einen Punkt zu holen, ist okay, aber wir hatten die Möglichkeit, drei zu haben“, sagte auch Torhüter Gregor Kobel, der seinem Unmut in der Schlussphase und nach Abpfiff Luft machte. „Wir müssen das Spiel cooler und abgeklärter zu Ende bringen. Da musst du einfach nur noch verteidigen. Du hast den Ball, du haust ihn nach vorne, du spielst die Zeit runter – und fertig. Da müssen wir einfach erwachsener Fußball spielen“, forderte der Schlussmann, der bei den Gegentoren weitestgehend machtlos war und stark parierte. Daher war er verständlicherweise „ganz klar angepisst.“

Trotz Kovacs Lob und vier erzielten Toren reist Borussia Dortmund enttäuscht aus Italien ab. Den aufopferungsvoll spielenden Westfalen fehlte es in der Schlussphase letztlich an Konzentration und Cleverness. Die Quittung: Ein laut Kobel „geiles Spiel“ mit einem bitteren Nachgeschmack. Und wieder einmal schien der BVB „die dümmste Mannschaft der Welt“ zu sein, fasste „X“-User Marvin Wibbeke zusammen.

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