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Den BVB plagen vor dem Spiel gegen Union Berlin am Samstagabend (18:30 Uhr) personelle Sorgen. Anfang der Woche wurde klar, das Thorgan Hazard aufgrund einer Rippenverletzung länger fehlen wird. Nun die nächste Hiobs-Botschaft: Axel Witsel erlitt einen Faserriss im Adduktorenbereich und fällt auf unbestimmte Zeit aus. Im letzten Spiel vor der Länderspielpause muss Lucien Favre nun umstellen.
Bereits vor Witsels Ausfall war klar, dass durch die Verletzung von Hazard gegen Union nicht dieselbe Elf auf dem Platz stehen wird wie zuletzt beim Arbeitssieg gegen den 1.FC Köln. Julian Brandt zeigte sich von seiner besten Seite und hätte sowohl Hazards Position übernehmen können, wie auch den blassen Julian Weigl ersetzen können. Trotz Hazards ordentlicher Leistungen wird sein Fehlen durch den breiten und hochklassigen Kader aufgefangen. Zudem hat die Außenbahn nicht einen so massiven Einfluss auf das gesamte Spiel der Schwarz-Gelben wie die Sechserposition.
Ganz anders sieht es daher bei Witsel aus. Auf dem Papier stehen Lucien Favre mit Julian Weigl, Thomas Delaney oder in der offensiveren Variante mit Brandt oder dem zuletzt aussortierten Mario Götze einige Alternativen für das Mittelfeld zur Verfügung. Doch den 30-Jährigen im gewohnten 4-2-3-1 eins zu eins zu ersetzen ist keinem Spieler im BVB-Kader möglich. Witsel führt Regie, organisiert Pressing, Konter und Aufbau und besticht mit einem sicheren Passspiel und einer unvergleichbaren Ruhe am Ball. Seine Präsenz gibt Dortmund die benötigten Freiräume.
Als Abräumer wäre Delaney sicher die defensivste Variante. Ebenso denkbar wäre gegen vermutlich tief stehende Berliner ein Offensivkonzept, das Brandt auf der Acht vorsieht und Raphael Guerreiro oder Jacob Bruun Larsen auf der linken Außenbahn starten ließe. Wie schon einige Male in der letzten Saison könnte Götze neben Marco Reus den zweiten offensiven Mittelfeldspieler geben. Mit Weigl im defensiven Mittelfeld zur Absicherung hätte man in diesem Fall ebenfalls eine offensive Lösung für einen mauernden Gegner. Es bleibt festzustellen, dass bei aller Bitterkeit, die der Ausfall von Witsel mit sich trägt, genau hier die fantastische Kaderplanung des BVB nachhaltig ihre Früchte trägt.
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