Borussia Dortmund

Nächster Umbruch: Akanji und Co. dürfen gehen – Supertalent Camavinga soll kommen

Die Verantwortlichen von Borussia Dortmund haben die letzten zwei Jahre damit verbracht den Kader extrem umzukrempeln. Gerade einmal elf der derzeit 27 im Profikader stehenden Akteure gehörten vor dem 1. Juli 2018 dem Verein an. Eigentlich sollte der große Umbruch nun vollzogen sein, doch offenbar wird er noch mindestens ein Jahr weitergehen. Laut „Sport Bild“ plant der BVB für den kommenden Sommer erneut viele Ab- und Zugänge ein. Zu den Spielern, die gehen dürfen, gehört unter anderem der seit einiger Zeit mit seiner Form kämpfende Abwehrspieler Manuel Akanji.

Sancho ist nicht zu halten – Nachfolger aus Brasilien?

Kurz vor dem Ende des Sommertransferfensters 2017 verpflichtete Borussia Dortmund den damals nur bei absoluten Kennern des europäischen Jugendfußballs bekannten Jadon Sancho von Manchester City. Der Engländer sollte die mittel- bis langfristige Nachfolge von Ousmane Dembele antreten. Dieses schwere Erbe erfüllte Sancho fast problemlos. In bisher 80 Pflichtspielen für den BVB war er an 64 Treffern beteiligt. Eine unglaubliche Statistik für einen 19-Jährigen. Doch lange wird er die Fans der Borussia nicht mehr entzücken können.

Im Sommer ist der Dribbler laut „Sport Bild“ für den Vizemeister der letzten Saison nicht mehr zu halten. Zu groß ist das Interesse europäischer Spitzenklubs wie Real Madrid und dem FC Liverpool, die noch einmal eine Stufe über dem BVB stehen. Die Dortmunder verlangen wohl 150 Millionen Euro für Jadon Sancho.

Im Hintergrund laufen dem Bericht zufolge schon lange die Vorbereitungen auf den unausweichlichen Wechsel des Superstars. Als potenzielle Nachfolge-Kandidaten hat Borussia Dortmund demnach die Brasilianer Éverton (Grêmio Porto Alegre) und Antony (FC São Paulo) ins Auge gefasst und sich bereits mit beiden Spielern bzw. deren Vertretern getroffen. Die Flügelspieler werden bereits seit geraumer Zeit mit einem Wechsel zu den Schwarz-Gelben in Verbindung gebracht.

Akanji darf gehen, viele weitere Spieler ohne Perspektive – Hakimi soll bleiben, Camavinga kommen

Jadon Sancho ist allerdings nicht der einzige Stammspieler, den der BVB im Sommer verlieren wird. Wenn es nach den Verantwortlichen des Klubs geht, soll auch Manuel Akanji den Verein verlassen. Der 24-Jährige ist wohl wegen seiner extremen Leistungsschwankungen in den vergangenen Monaten nicht mehr unumstritten. Bei einem passenden Angebot würden ihm die Dortmunder keine Steine in den Weg legen. Selbiges gilt auch für einige weitere beim BVB unter Vertrag stehende Akteure. Mahmoud Dahoud, Jacob Bruun Larsen und Marcel Schmelzer dürfen jederzeit gehen, sofern ein Klub die Forderung erfüllt. Die derzeit verliehenen André Schürrle, Ömer Toprak, Jeremy Toljan und Sergio Gómez sollen ebenfalls perspektivlos sein. Zudem sollen die auslaufenden Arbeitspapiere von Mario Götze und Lukasz Piszczek nicht verlängert werden. Fraglich bleibt auch die Zukunft des wechselwilligen Angreifers Paco Alcácer.

Gehen all diese Spieler im Sommer, hat der Klub Platz diese Planstellen neu zu besetzen. Oberste Priorität soll der Verbleib von Real-Leihgabe Achraf Hakimi haben. Laut „Sport Bild“ plant Madrid-Coach Zinedine Zidane nicht mit dem 21-Jährigen. Im Wintertrainingslager sollen sich Michael Zorc und Hakimis Berater bereits getroffen haben, um die Zukunft zu besprechen. Der Marokkaner soll aber nicht zum Königstransfer der Borussia werden.

Diesen Platz könnte Eduardo Camavinga einnehmen. Der 17-jährige Franzose spielt derzeit bei Stade Rennes und wird von allen Topklubs gejagt. Wie schon bei Erling Haaland will der BVB nicht mit einem extrem hohen Gehalt, sondern mit viel Spielpraxis und seiner nachgewiesenen Expertise im Weiterentwickeln von Talenten locken. Camavinga könnte jedoch teuer werden. Der defensive Mittelfeldspieler mit Wurzeln in Angola soll von Rennes mit einem Preisschild von bis zu 50 Millionen Euro versehen worden sein.