Borussia Dortmund

„Natürlich habe ich einen Fehler gemacht“: Sahin spricht über sein BVB-Aus

Werbung

Nach seinem Aus bei Borussia Dortmund hat sich Nuri Sahin erstmals ausführlich zu seiner gescheiterten Amtszeit geäußert. Der frühere BVB-Trainer zeigt sich selbstkritisch, spricht aber auch über strukturelle Probleme.

Sahin spricht offen über sein Ende beim BVB

Nuri Sahin hat erstmals ausführlich über sein Scheitern als Cheftrainer von Borussia Dortmund gesprochen und dabei eine selbstkritische Bilanz gezogen. Der ehemalige Mittelfeldspieler, der seinen Herzensverein trainieren durfte, räumt ein, dass seine Vorstellungen möglicherweise zu ambitioniert waren.

„Wir hatten einige gute Spiele. Aber vielleicht war der Wandel, den ich mir vorgestellt hatte, zu schnell“, sagte der 37-Jährige im Gespräch mit „Sky Sports“. Rückblickend sei ihm klar geworden, dass er vorsichtiger hätte vorgehen müssen: „Ich hätte Schritt für Schritt vorgehen sollen, aber ich dachte, ich könnte schneller vorankommen. Natürlich habe ich einen Fehler gemacht.“

Nach nur sieben Monaten und 27 Pflichtspielen endete seine Amtszeit im Januar 2025, nachdem der BVB sportlich in eine schwierige Phase geraten war. Besonders emotional traf Sahin die Trennung von seinem langjährigen Verein. „Da ich eine besondere Verbindung zur Borussia hatte, war dieser erste Moment herzzerreißend“, erklärte er. Dennoch habe er versucht, die Erfahrung als wichtigen Lernprozess anzunehmen.

Sahin zieht klare Lehren aus Zeit in Dortmund

Neben eigener Verantwortung deutete Sahin auch strukturelle Probleme an. Seine Spielidee sei nicht in allen Bereichen umsetzbar gewesen. „Wir wollten Dinge umsetzen, aber hatten wir die richtigen Spieler dafür?“, hinterfragte er rückblickend. Vor allem im Spielaufbau und bei taktischen Details habe es Grenzen gegeben. „Es war zum Beispiel nicht wirklich möglich, mit dem Torwart aus der Abwehr heraus zu spielen“, sagte Sahin mit Blick auf seine angestrebte Spielweise.

Für seine Zukunft zieht der frühere Nationalspieler klare Konsequenzen. Er wolle kompromissloser an seiner Philosophie festhalten und mutiger auftreten. „Ich möchte mutiger sein, als ich es in Dortmund war. Das ist eine Lektion, die ich gelernt habe.“ Auch das Umfeld spiele eine entscheidende Rolle: „Man muss an einem Strang ziehen.“

Inzwischen steht Sahin beim türkischen Erstligisten Basaksehir an der Seitenlinie. Dort sieht er sich durch die bisherigen Ergebnisse bestätigt und ist überzeugt, aus seiner Dortmunder Zeit die richtigen Lehren gezogen zu haben.

Werbung

Ältere Artikel

Rückkehr nach sieben Jahren: Torjäger Kasper Junker unterschreibt bei Randers FC

Randers FC hat einen alten Bekannten zurückgeholt. Der dänische Erstligist gab die Verpflichtung von Kasper…

21. Juli 2026

WAFCON 2026: Favoriten, brisante Duelle und der Kampf um die WM-Tickets

Mit der Frauen-Afrikameisterschaft 2026 steht dem afrikanischen Fußball eines der wichtigsten Turniere der kommenden Jahre…

21. Juli 2026

Aston Villa holt João Gomes: Brasilianer kommt für 38 Millionen Pfund von Wolverhampton

Aston Villa hat den nächsten hochkarätigen Transfer dieses Sommers perfekt gemacht. Die Birminghamer verpflichteten den…

20. Juli 2026

Munetsi gibt Aufstiegsziel aus: „Dieser Klub gehört in die Premier League“

Nach seiner Leihe zum französischen Erstligisten Paris FC ist Marshall Munetsi zu den Wolverhampton Wanderers…

20. Juli 2026

Wenger verteidigt Trinkpausen bei der WM: „Haben die Ergebnisse nicht beeinflusst“

Die bei der Weltmeisterschaft 2026 eingeführten Trinkpausen bleiben ein Diskussionsthema. FIFA-Entwicklungschef Arsène Wenger hat die…

20. Juli 2026

Pelés WM-Finaltrikot von 1958 für 4,9 Millionen Dollar versteigert

Ein Stück Fußballgeschichte hat bei einer Auktion in New York einen Rekordpreis erzielt. Das Trikot,…

17. Juli 2026

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Nutzererlebnis bieten zu können. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind.