Borussia Dortmund

Spontan-Einsatz für Matchwinner Brandt „auf jeden Fall anders“

Werbung

Eigentlich stand Julian Brandt für das Auswärtsspiel gegen Mainz 05 (2:0) nicht in der Startelf von Borussia Dortmund. Nach dem Aufwärmen war jedoch klar: Der 29-Jährige durfte, besser gesagt, musste den kurzfristig ausfallenden Serhou Guirassy ersetzen – eine ungewohnte Situation.

Ungewöhnliche Situation für erfahrenen Brandt

Bis 30 Minuten vor Anpfiff der Partie in Mainz war BVB-Trainer Niko Kovač zuversichtlich, dass sein Top-Torjäger Serhou Guirassy spielen könnte. Der Guineer hatte am vergangenen Wochenende den VfL Wolfsburg (1:0) einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen. Beim Warmmachen musste Kovač feststellen, dass sein Stürmer sich diesen doch nicht „rausgelaufen“ hatte. Für Guirassy sprang kurzfristig Julian Brandt ein, der ursprünglich auf der Bank sitzen sollte.

„Erfahren habe ich das kurz vor dem Spiel. Serhou hat es aber auch recht früh gemerkt, ich konnte mich noch warmmachen. Das ist aber immer ein anderer Ablauf, wenn man weiß, dass man beginnt. Ich bin froh, dass Serhou nicht angeschlagen ins Spiel gegangen ist“, beschrieb Brandt seinen Last-Minute-Startelf-Einsatz. Selbst mit 357 Bundesligaspielen auf dem Buckel eine ungewöhnliche Situation: „Dann wird man so ein bisschen ins kalte Wasser geworfen, auch wenn ich jetzt schon ein bisschen Erfahrung in der Bundesliga sammeln durfte.“ Dennoch war diese Situation „auf jeden Fall anders.“

Lob von Kovač: Brandt „hat Spiel entschieden“

Der 29-Jährige konnte seinen spontanen Auftritt jedoch nutzen und wurde zum Matchwinner. „Er hat das Spiel mit zwei fantastischen Pässen entschieden“, lobte Kovač auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Mehr noch: Brandt suchte oft die Tiefe, kreierte Chancen und arbeitete eifrig nach hinten mit. Der 48-fache Nationalspieler war an den meisten Dortmunder Abschlüssen beteiligt (fünf), lief starke 11,4 Kilometer und sprintete 23 Mal. Bei beiden Toren spielte er den entscheidenden Pass. Vor allem bei der 1:0-Führung bewies er Übersicht und legte wohlüberlegt auf Torschütze Daniel Svensson ab. „Ich glaube, das Wichtigste ist eigentlich nur, dass du ihn sauber triffst“, sagte Brandt über seinen ersten Assist.

„Ich habe in der Situation auch viel überlegt, weil ich dachte, ich könnte ihn eigentlich in den Rückraum spielen. Aber außer Maxi [Beier, Anm. d. Red.] war da niemand. Dann habe ich es relativ schnell realisiert, dass es nur zwei Optionen gibt, wenn ich den Ball einfach zwischen Torwart und Verteidiger spiele: Entweder der Verteidiger schießt ihn selber ins Tor oder tritt vorbei, was er in dem Fall auch gemacht hat.“ Svensson schob das Spielgerät ein und erzielte sein zweites Tor für den BVB: „Daniel war am Ende da und hat ihn gut verwertet“, lobte Brandt.

Für Schlotterbeck „Man of the Match“

Der präzise Pass war aber die halbe Miete. „Letztendlich kommt es darauf an, dass du ihn sauber triffst“, betonte Brandt und schmunzelte: „Wenn da irgendein Drecksball kommt, dann ist es einfacher zu klären.“ Der Spontan-Starter stach damit aus einer neu formierten offensiven Dreierreihe heraus, die ursprünglich unverändert bleiben sollte. Dafür erhielt er auch ein Sonderlob von Kapitän Nico Schlotterbeck. Das Angriffstrio habe „es echt gut gemacht“, doch Brandts Leistung erfreute ihn besonders.

„Ich weiß, was er von den Medien oder den Fans abbekommt“, nahm Schlotterbeck nach der Partie seinen teils viel kritisierten Mitspieler in Schutz. „Der Junge hat Qualität und ich finde, wie er das 1:0 vorbereitet hat, ist ein Pass, den nicht viele spielen. Aber er das Timing war perfekt und das freut mich extrem für ihn.“ Auch für die zweite Vorlage gab es Lob. Nach einem „nicht so guten“ Pass von Adeyemi habe Brandt „ganz, ganz viel draus“ gemacht und stellte die Weichen auf Sieg. Das ließ für Schlotterbeck nur eine Schlussfolgerung zu: „Deswegen sagen wir mal, dass Jule [Brandt, Anm. d. Red.] heute Man of the Match war.“

Weitere News und Transfergerüchte rund um den deutschen Fußball findest du hier >>>

Werbung

Ältere Artikel

Crystal Palace will diesen Premier-League-Star als Nachfolger für Adam Wharton verpflichten

Adam Wharton wird Crystal Palace im Sommer verlassen. Der 22-Jährige will den nächsten Schritt in…

2. Mai 2026

Atletico Madrid könnte Weltmeister verleihen

Die argentinische Achse um Diego Simeone bei Atletico Madrid könnte im kommenden Sommer Veränderungen erleben.…

2. Mai 2026

Tottenham und Juventus buhlen um diesen ablösefreien Innenverteidiger aus der Premier League

Marcos Senesi verlässt den FC Bournemouth definitiv im Sommer. Der 28-jährige Argentinier hat entschieden, seinen…

2. Mai 2026

Leicester steigt in die League One ab und greift nach diesem Trainerstar

Leicester City erlebt den wohl bittersten Absturz der jüngeren englischen Fußballgeschichte. Nur zehn Jahre nach…

2. Mai 2026

Real Madrids verkorkste Saison hat einen klaren Gewinner und der kommt im Sommer zurück

Real Madrid beendet diese Saison ohne Titel. Kein Pokal, kein Meistertitel und aus allen europäischen…

2. Mai 2026

Dieser HSV-Star hat entschieden, ob er dem Klub erhalten bleibt

Albert Sambi Lokonga ist einer der Gründe, warum der Hamburger SV in dieser Saison so…

2. Mai 2026

Wir verwenden Cookies, um Ihnen das beste Nutzererlebnis bieten zu können. Wenn Sie fortfahren, diese Seite zu verwenden, nehmen wir an, dass Sie damit einverstanden sind.