Weidenfeller (Bild) und Kahn sehen Dortmund als Außenseiter. Maja Hitij/Bongarts/Getty Images
Die Ausgangslage vor dem Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern am Samstagabend ist klar. Der FC Bayern München ist mit acht Punkten Vorsprung auf die Dortmunder souveräner Tabellenführer. Wenn Dortmund noch einmal in den Meisterschaftskampf eingreifen möchte, muss unbedingt ein Heimsieg im Signal Iduna Park eingefahren werden. Dies sah auch der ehemalige Profi und BVB-Legende Roman Weidenfeller so. Weidenfeller erklärte, dass Dortmund zum Siegen verdammt sei, um die Meisterschaft offen zu halten und die gesamte Saison nicht vorzeitig abschreiben zu müssen.
Zuletzt kassierte der BVB in der Champions League eine peinliche 1:4-Niederlage bei Atalanta Bergamo und schied aus der Königsklasse aus. Die Dortmunder konnten die gute Ausgangslage nach dem 2:0-Erfolg im Heimspiel gegen die Italiener nicht nutzen und mussten somit in der Champions League die Segel streichen. Laut Weidenfeller wäre es für den gesamten Verein und die Fans enorm wichtig, drei Punkte einzufahren und weiterhin Druck auf den FC Bayern München in der deutschen Fußball-Bundesliga auszuüben.
Der frühere Nationalkeeper und langjährige Bayern-Torwart Oliver Kahn sieht eine klare Rollenverteilung. Der FC Bayern München geht seiner Meinung nach als klarer Favorit in diese Begegnung. Die Dortmunder sind aufgrund der letzten Misserfolge und der Reisestrapazen in der Champions League klare Außenseiter. Kahn ist sich sicher, dass die Meisterschaft nahezu entschieden sein dürfte, sofern die Münchner das Auswärtsspiel gewinnen. Auch ein Blick auf die Heimbilanz des BVB gegen die Bayern dürfte den Dortmundern nur wenig Grund zur Hoffnung geben.
Der letzte Heimsieg der Dortmunder in der Fußball-Bundesliga gegen die Münchner datiert vom 10. November 2018. In diesem Spiel setzten sich die Dortmunder durch zwei Treffer von Marco Reus und das Siegtor von Paco Alcácer mit 3:2 gegen den deutschen Rekordmeister durch. In den nachfolgenden sechs Bundesliga-Heimspielen gegen die Bayern setzte es für den BVB hingegen vier Niederlagen und zwei Unentschieden. Es bleibt abzuwarten, ob die Dortmunder das Ruder am Samstag herumreißen und die Meisterschaft in der Bundesliga noch einmal spannend machen können.
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