Borussia Dortmund

Zorc enttäuscht über Tor-Gefahr und Neymar-Schauspiel

Mit einer 0:2-Niederlage musste sich Borussia Dortmund am gestrigen Abend aus der UEFA Champions League verabschieden. Mit dem eigenen Auftritt war Sportdirektor Michael Zorc nicht zufrieden. Aber auch die erneute Show-Einlage von Superstar Neymar stieß auf Unverständnis.

Wenig Abschlüsse des BVB

Nach einem überzeugenden Auftritt im Hinspiel, erhoffte man sich beim BVB eine ähnliche Leistung im Rückspiel, um ins Viertelfinale einzuziehen. Jedoch schaffte die Borussia es nicht, an das Auftreten anzuknüpfen. Am Ende setzten sich daher die Franzosen zurecht durch.

„Wir konnten in der Nähe seines Tores keine Gefahr erzeugen“, resümierte Sportdirektor Michael Zorc nach dem Spiel. Lediglich zwei Schüsse der Schwarz-Gelben fanden den Weg auf das Gehäuse von Paris-Keeper Keylor Navas. Die erwartete Offensiv-Gefahr konnten die Deutschen über 90 Minuten nicht abrufen.

Tiefpunkt der Partie war sicherlich zum Ende auch noch der Platzverweis von Emre Can. In einer Rudelbildung an der Seitenlinie schubste der Deutsch-Türke den Superstar Neymar mit beiden Armen um. Daraufhin zog der Referee die rote Karte und verwies Can für die letzten Minuten vom Feld. Michael Zorc zeigte sich sichtlich frustriert über die Entscheidung des Platzverweises: „Ich finde es fast lächerlich“.

Tätlichkeit und Unsportlichkeit

Der brasilianische Superstar gilt seit Jahren als Schwalben-König. Für Zorc hat sich diese Annahme erneut bestätigt: „Neymar hat übertrieben. Wir alle wissen, wie gut er als Schauspieler ist“. Allgemein hatten die Franzosen in den Schlussminuten einiges an Spielverzögerungen provoziert. Vier gelbe Karten erhielten die PSG-Stars zum Ende hin noch. Auch Neymar wurde mit dem gelben Karton verwarnt.

In der betroffenen Situation mit Can, gilt die alte Diskussion. Denn sicherlich ist es nicht in Ordnung, wie der BVB-Mittelfeldspieler den Brasilianer attackiert. Allerdings bleibt es genauso unsportlich, auf eine solche Tätlichkeit in derartiger Theatralik zu reagieren. Doch damit musste man vielleicht rechnen. In der 89. Minute gegen Neymar.