Photo by Christian Kaspar-Bartke/Bongarts/Getty Images
Zuletzt betonte Sportdirektor Michael Zorc immer wieder, dass Borussia Dortmund gerne noch über den nächsten Sommer mit Achraf Hakimi im Kader planen würde. „Wir haben bereits mehrfach unser Interesse daran bekundet, ihn über den Sommer hinaus bei uns zu behalten“, äußerte sich Zorc bei der Pressekonferenz vor der Niederlage gegen Hoffenheim. Sein Leihvertrag kann jedoch nur mit dem Einverständnis von Real Madrid um ein Jahr verlängert werden. Und diese haben offenbar einen konkreten Plan mit dem Rechtsverteidiger.
Achraf Hakimi spielt trotz der durchwachsenen Form des BVB in dieser Hinrunde eine tolle Saison. In dieser Spielzeit hat er bereits 25 Partien absolviert, sechs Tore und fünf Assists erzielt und damit als rechter Außenverteidiger, selbst im offensiven 3-4-3, eine verblüffend große Torgefahr bewiesen. Vier seiner Treffer erzielte der 21-Jährige in der Champions League. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Westfalen alles daran setzen, den talentierten Marokkaner zu halten. „Wir werden in den nächsten Wochen oder Monaten darüber sprechen“, wird Michael Zorc im jüngsten Bericht der spanischen „Marca“ zu diesem Thema zitiert.
Und laut eben diesem Bericht könnte die Kaderplanung der Königlichen dem BVB einen Strich durch die Rechnung machen. Die Entscheidung und die Verhandlung mit Hakimi liegen nämlich nicht allein im Machtbereich der Dortmunder. Der Defensivspieler durchlief die Jugendakademie bei Real Madrid, gab 2017 sein Debüt bei den Königlichen. Vor anderthalb Jahren kam es zur Leihe bei Borussia Dortmund. Ohne Kaufoption. Das könnte nun problematisch für die Wünsche von Zorc werden.
Wie die „Marca“ berichtet, besteht durchaus die Chance, dass Real Madrid mit Hakimi als Nachfolger für Dani Carvajal rechnet. Der Spanier setzte sich zu Beginn der Saison erneut gegen die Konkurrenz durch und bestritt 14 Ligaspiele sowie fünf in der Champions League. Der 27-Jährige braucht jedoch auf der laufintensiven Position über kurz oder lang einen Ersatz. Für die „Marca“ ist Hakimi dazu bereit. Sie bezeichnet seinen Platz im Kader als „reserviert“. Dabei ist die Rolle jedoch noch ungeklärt.
„Die Position des Spielers bleibt abzuwarten. In Dortmund hat er eine führende Rolle, die Madrid kaum garantieren kann“, schreibt das Blatt. Einen Schienenspieler wie im 3-4-3 gibt es im 4-3-3 der Madrilenen nicht. Doch Hakimis Variabilität, sein Tempo und sein Zug zum Tor dürften die Verhandlungen, den Vertrag in Dortmund um ein Jahr zu verlängern, erheblich erschweren. Hakimi ist in Dortmund zu einem Spieler internationalen Niveaus geworden. Und das weiß auch Real Madrid.
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