Borussia Mönchengladbach

Adventskalender Törchen 6 – Was macht eigentlich Juan Arango?

13276 Spielminuten seiner Karriere verbrachte er in der 1. Bundesliga. 155 Liga-Pflichtspiele absolvierte „El Huracán del caribe“(„Der Hurrikan der Karibik“) im Trikot von Borussia Mönchengladbach, ehe es ihn im Sommer 2014 zurück auf den amerikanischen Kontinent zog. Doch was macht Juan Fernando Arango Sáenz, so der volle Name des besten venezolanischen Spielers aller Zeiten, seit seinem Abschied aus dem deutschen Fußball-Oberhaus?

Aus der Karibik auf die Lieblingsinsel der Deutschen

Am 17. Mai 1980 in der venezolanischen Stadt Maracay am östlichen Ufer des Valenciasees geboren, begann “Arangol” seine Profikarriere im Alter von 17 Jahren beim damaligen Zweitligaklub Nueva Cádiz FC seines Heimatlandes. Nach einem nur sechsmonatigen Arrangement beim Caracas FC zog es den Linksaußen 200 erstmals ins Ausland. Insgesamt verbrachte der Venezolaner vier Jahre in Mexiko und wechselte in dieser Zeit zwei Mal innerhalb der Liga MX. CF Monterrey (2000-2002), CF Pachuca (2002-2003) und Puebla FC (2003-2004) heißen die Stationen des talentierten Linksfußes, ehe er im Sommer 2004 den Schritt nach Europa wagt.

Den damals 24-Jährigen zog es in die spanische LaLiga zum balearischen Klub RCD Mallorca. In 182 Ligaspielen erzielte Arango 45 Tore für den in der mallorquinischen Hauptstadt Palma ansässigen Klub. Mit dem Wechsel nach Spanien machte der torgefährliche Mittelfeldspieler einen großen Sprung in seiner Karriere und erreichte große Bekanntheit. Nach seinem fünfjährigen Arrangement in Spanien unterschrieb der für seine Tore aus großer Distanz bekannte Offensivakteur im Juli 2009 einen bis 2012 laufenden Kontrakt bei Borussia Mönchengladbach.

Bonhof: “Kenne keinen besseren Linksfuß als Arango”

Beim fünfmaligen deutschen Meister wuchs der damals 29-Jährige zur tragenden Figur der Fohlenelf. Arango entwickelte sich nicht zuletzt dank seiner Freistoßtoren zum Publikumsliebling. Mit dem Trainerwechsel von Michael Frontzeck zu Lucien Favre bildete er zusammen mit Mike Hanke, Marco Reus und Patrick Herrmann die ultimative Offensivwaffe. Nach der gewonnen Relegation ging es für Arango und sein Team in der folgenden Saison auf direktem Wege in die  Champions-League-Qualifikation. Als Leistungsträger der Saison 2012/13 schoss er im Rückspiel gegen Olympique Marseille zum 2:2-Endstand. Mit seinem linken Fuß schoss er die Mannschaft ins Sechzehntelfinale der UEFA Europa League.

Gladbachs Jahrhundert-Elf Spieler Rainer Bonhof machte Arango einmal das wohl größte Kompliment, welches es für ein Fohlen geben kann. „Ich habe hier keinen erlebt, der einen besseres Füßchen hatte als Juan. Was er mit dem Ball macht, ist Wahnsinn. Dieses Gefühl, dieser Touch, diese Genialität, das ist sogar besser als bei Netzer!“, so der heutige Vize-Präsident der Fohlenelf.  Mit dem ereichen des dritten Platzes zog es den damals 34-Jährigen am Ende der Bundesligasaison 2014/15 zurück nach Mexiko. Für eine Ablösesumme von 3,6 Millionen Euro wechselte „El Huracán del caribe“ zum Club Tijuana. Nach 18 Monaten Mexiko zog es den Venezolaner in die US-amerikanische North American Soccer League zum New Yorker Klub Cosmos.

Aus der NASL in die Negativschlagzeilen der Presse

Ein Jahr verbrachte der Linksfuß bei NY Kosmos, ehe es ihn zurück in sein Heimatland Venezuela zog. Beim Zulia FC, dem Klub der Hafenstadt Maracaibo, verbrachte der Offensivspieler gerade einmal eine halbe Saison. Ende Juli 2017 ging es für Arango zurück zu NY Cosmos, doch auch dort blieb Arango lediglich fünf Monate. Seit Dezember 2017 gilt der ehemalige Nationalspieler Venezuelas als vereinslos.

Mit dem Ende seines letzten Spieler-Arrangements machte der einst gefeierte Zauberfuß der Fohlenelf und heute 38-Jährige mit negativen Gerüchten Schlagzeilen. Wie ein venezolanischer Journalist Anfang 2018 berichtete, ist gegen den Ex-Borussen in seiner venezolanischen Heimat ein Haftbefehl erlassen worden. Nachdem es 2017 zu Anzeige wegen häuslicher Gewalt gegen Arango seitens seiner Ex-Frau kam, habe der ehemalige Bundesliga-Profi übereinstimmenden Meldungen zur Folge mehrere Gerichtstermine geschwänzt.

Doch trotz Negativschlagzeilen werden die meisten Juan Arango wohl für seine ultimativen Freistoßtore in Erinnerung haben. Seinen Treffer aus 44-Metern im Jahr 2012 gegen Mainz 05 wird wohl kein Borussen-Fan je vergessen. Der beste venezolanische Spieler aller Zeiten ist einer der wenigen Spieler seines Heimatlandes, die in einer europäischen Topliga gespielt haben.

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