Borussia Mönchengladbach

Gladbach: Schröder kündigt Transfers an und setzt auf Polanski

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Die sportliche Lage ist prekär, die Erwartungen entsprechend hoch: Rouven Schröder hat seit dieser Woche das Amt des „Head of Sports“ bei Borussia Mönchengladbach übernommen. Auf seiner Antrittspressekonferenz verkündete der Hoffnungsträger bereits einige Pläne und sprach auch über das Wintertransferfenster.

Trainerfrage: Schröder vertraut Polanski

Borussia Mönchengladbach steckt in einer sportlichen Talfahrt wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr. Nach sechs Spieltagen liegen die „Fohlen“ auf Tabellenplatz 17. Zudem sind die Niederrheiner seit saisonübergreifend 13 Spielen sieglos ein vereinsinterner Negativrekord. Die Folge: Nach Trainer Gerardo Seoane hat auch Sport-Geschäftsführer Roland Virkus den Klub verlassen. Sein Nachfolger Rouven Schröder nutzte seinen ersten Auftritt in Gladbach am Donnerstag, um wichtige Fragen und Themen direkt anzusprechen.

Die derzeit wichtigste Frage: Was passiert auf der Trainerbank? Bis zur Einstellung eines neuen Sportchefs durfte Interimstrainer Eugen Polanski die Mannschaft betreuen. Zwar konnte der Ex-BMG-Profi in drei Partien keinen Sieg einfahren, zeigte mit zwei Unentschieden jedoch eine Reaktion. Deshalb darf der Pole weitermachen und steht auch von Schröder nicht unter Zeitdruck. „Wir geben uns kein Zeitfenster. Die Überzeugung ist da. Wir alle müssen von einem Weg überzeugt sein“, sagte der 49-Jährige.

Polanski kann sich offenbar berechtigte Hoffnungen machen, langfristig Trainer der ersten Mannschaft zu bleiben. Der bisherige U23-Trainer strahle „etwas Positives aus“, lobte Schröder und ergänzte: „Eugen macht einen sehr guten Eindruck, einen sehr klaren Eindruck. Eugen ist unser Trainer, der uns im Auswärtsspiel bei Union aufs Feld führen wird. Von daher ist es eine positive Grundstimmung.“

Trotz seines durchwachsenen Starts sieht Polanski keinen Grund, um „etwas anders machen zu müssen. Wir konnten die Schritte, die wir gemacht haben, in der Länderspielwoche noch einmal erweitern – gerade durch den Test gegen Preußen Münster, in dem wir viele Dinge gut umgesetzt haben. Ich finde, dass wir in Leverkusen (1:1) einen guten Schritt gemacht haben, gegen Freiburg (0:0) einen weiteren in die richtige Richtung gegangen sind und dazwischen gegen Frankfurt (4:6) sehr viel lernen mussten. Trotzdem ist es so, dass wir jetzt unbedingt den Bock umstoßen und drei Punkte holen wollen.“

Fokus auf das Wesentliche

Anders als sein Vorgänger Virkus wird Schröder nicht Teil der Gladbacher Geschäftsführung. Grund dafür ist die schwierige sportliche Situation, wie CEO Dr. Stefan Stegemann erklärte. „Wir haben uns das gut überlegt. Wir sehen im Augenblick die Tabellensituation. Da heißt es: vollkommene Konzentration auf das operative Geschäft. Rouven ist der Chef des Sports. Aber er muss jetzt den Schwerpunkt ganz klar auf das operative Tagesgeschäft legen“, so der 61-Jährige. Eine Funktion in der Geschäftsführung spiele für Schröder ohnehin „keine Rolle.“

Der von RB Salzburg verpflichtete Sportchef soll dafür den sportlichen Kurs des Klubs maßgeblich mitbestimmen. „Wir glauben, dass Rouven so viel Erfahrung, auch in schwierigen Situationen, mitbringt, dass es das Beste ist, wenn er sich selbst einen Überblick verschafft und dann mit uns zusammen auch selbst entscheidet, wie wir uns künftig sportlich ausrichten sollen“, sagte Stegemann. Borussia Mönchengladbach wird daher vorerst keinen weiteren Sportdirektor unter Vertrag nehmen.

Schröder stellt Wintertransfers in Aussicht

Das erhöht den Druck auf Schröders Schultern, der sich der Schieflage des Vereins bewusst ist. Dennoch sei er „überzeugt von diesem Klub“ und stellte klar: „Wir müssen alles tun, um da unten wieder rauszukommen. Nichts anderes zählt.“ Um die Wende zu schaffen, soll in der Wintertransferperiode frisches Personal kommen. „Wir werden die Augen aufhalten. Mit der Defensive müssen wir uns sicherlich beschäftigen. Da sind wir auch von der Anzahl her nicht im bestmöglichen Szenario“, kündigte Schröder hinsichtlich möglicher Neuzugänge an.

Der neue sportliche Leiter der Borussia hatte in der Vergangenheit ein glückliches Händchen für wegweisende Transfers: Nach dem Abstieg des FC Schalke 04 in der Saison 2020/21 stellte der 49-Jährige mit den Verpflichtungen von Simon Terodde, Martin Fraisl, Ko Itakura oder Marius Bülter die Weichen für den direkten Wiederaufstieg. In Gladbach dürfte man auf einen ähnlichen Kurswechsel hoffen, um ernsthaften Abstiegssorgen zu entgehen.

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