Borussia Mönchengladbach

Gladbach-Krise: Vom Rennpferd zum Fohlen

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Nach 17 Spieltagen schloss Borussia Mönchengladbach die Hinrunde als Drittplatzierter der Bundesliga ab. Neben der Positionierung auf einem direkten Champions League-Platz, galt die Borussia sogar als Geheimkandidat, um noch Einfluss auf das Meisterschaftsrennen zu nehmen. Mittlerweile sieht es anders aus. Aus zehn Rückrundenspielen stehen vier Siegen, vier Niederlagen und zwei Unentschieden gegenüber. Gladbachs Weg vom Rennpferd zum Fohlen…

Derby als Tiefpunkt

Mit drei Siegen startete Gladbach in die Rückserie. Mit Leverkusen, Schalke 04 und dem FC Augsburg wurden auch nicht zu unterschätzende Mannschaften aus dem Weg geräumt. Die Borussia schien nahtlos an die glänzende Hinrunde anzuknüpfen. Jedoch ist die aktuelle Situation alles andere als glänzend. Viel mehr droht den „Fohlen“ die harte Arbeit aus den Händen zu gleiten.

Konnte man nach der Hinserie von der Champions League reden, droht nun das Abrutschen aus den Europapokal-Plätzen. Man hat zwar noch fünf Punkte Vorsprung auf Verfolger Werder Bremen, allerdings reihen sich dahinter Bayer Leverkusen und der VfL Wolfsburg mit der gleichen Punktzahl ein. Bedeutet für die angeschlagenen Gladbacher: Läuft es unglücklich könnten sie in den nächsten Wochen von drei Mannschaften in einem Zug überholt werden.

Die Niederlage am vergangenen Wochenende bei Rivale Fortuna Düsseldorf wird als Tiefpunkt der Formkrise angesehen. Bereits nach 16 Minuten lag man chancenlos mit 0:3 zurück. Die Gladbacher beherrschten zwar den Ball als Gast, konnten sich aber kaum nennenswerte Chancen herausspielen. Die Fortuna überzeugte mit einem gnadenlosen Umschaltspiel. Das Team von Trainer Dieter Hecking wirkte völlig von der Rolle gegen den Aufsteiger.

Problemanalyse am Borussia-Park

Läuferisch legte die Fortuna den Gladbachern einiges vor. Stürmer Benito Raman war nicht zu stoppen und essenziell wichtig für die Konter. In Gladbach wird jeder spätestens jetzt verstanden haben, das die Alarmglocke lauthals schrillt. Die große individuelle Klasse der „Fohlen“ wird nicht reichen, um am Ende unter den besten Vier der Liga zu stehen. Sinnbildlich dafür: Vor der Pause nahm Hecking bereits Top-Star Thorgan Hazard vom Platz. Der Belgier spielte völlig unter seinem Level. Allerdings alle Mannen in Weiß wussten nicht zu gefallen.

Bislang hält Trainer Dieter Hecking ziemlich strikt an seiner Stamm-Elf fest. Doch nach dem letzten Auftritt, darf damit zu rechnen sein, dass er in der Offensive neue Impulse setzten wird. Die Qualität hat der Kader. Wenn man bedenkt, dass Raffael, Christoph Kramer, Denis Zakaria und Patrick Hermann beispielsweise, alle am Samstag auf der Bank saßen. Wobei Hecking die Probleme nicht in der Taktik, sondern in den Köpfen sieht. „Mit Taktik und System hatte das Düsseldorf-Spiel null zu tun. Da ging es um Einstellung“: erklärt der Trainer. So oder so, der Trainerstab der Borussen steht vor einer großen Aufgabe. Im direkten Liga-Duell am nächsten Wochenende gegen Werder Bremen ist ein „Dreier“ Pflicht, sonst vergurkt Gladbach sogar noch die Europa League.

 

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