Neil Baynes/Getty Images for DFB
Am Freitagnachmittag wurde Güner sogar am Istanbuler Flughafen gesichtet, was einen bevorstehenden Wechsel – in dem Fall zu Gala – voraussagt. Doch parallel dazu sendete Rouven Schröder auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen den FC Augsburg eine ganz andere Botschaft. Er widersprach den Medienberichten, um ein Angebot Galatasarays: „Die letzten beiden Tage haben uns überrascht, denn bei uns ist gar nichts angekommen. Wir nehmen das auch alles nur aus der Presse wahr“, so der 50-Jährige.
Hintergrund der Debatte ist ein Bericht der Bild, in dem geschrieben wurde, dass der türkische Rekordmeister dem Rechtsaußen einen dreieinhalb Jahre langen Vertrag angeboten haben soll. Zudem soll Gala demnach rund eine Million Euro bieten, um das Talent schon ein halbes Jahr vor Vertragsende zu erhalten. Schröders Aussagen decken sich mit Sky-Informationen, wonach Güners Abgang zwar feststehe, aber weder der Verein noch der Zeitpunkt. Ein Winter-Abgang wäre aus Gladbacher Sicht natürlich lukrativer, denn bei einem ablösefreien Transfer im Sommer würde ihnen nur noch eine Ausbildungsentschädigung zustehen.
Irritation entstand ebenfalls rund um Güners Geburtstag am Mittwoch. Den verbrachte er aufgrund einer Krankschreibung nicht zusammen mit seinen Teamkollegen der Gladbacher U19. Stattdessen flog der Angreifer in die Türkei, wo er in Istanbul am Flughafen gesichtet wurde. Auf Nachfrage von Journalisten erklärte er: „Ich bin glücklich, hier zu sein“. Darauf angesprochen zeigte sich Schröder entspannt: „Es gibt keine neue Erkenntnis, der Spieler hat sich krankgemeldet. Das ist der Stand und wir sind da relativ relaxed“. Laut der Bild ist man bei Gladbach intern der Meinung, dass man nach diesem Tohuwabohu eine höhere Ablöse für einen Wintertransfer verlangen sollte.
Am Niederrhein kann man mit der Situation entspannt umgehen. Interesse an Güner ist reichlich da: Sky berichtet, dass unter anderem Atlético Madrid, Fenerbahçe und Juventus Turin Interesse zeigen. Schröder sagte dazu salopp: „Wenn jemand etwas von uns möchte, hat er alle Nummern und Mailadressen“. Es wird abzuwarten bleiben, wie sich die Situation entwickelt und ob diesen Winter noch ein Wechsel stattfindet.
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