Bundesliga

Vor 30 Jahren: Bei diesem Klub entließ die Chefin den Coach…

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Mai 1994 – Letzter Tag in Wattenscheid. Im Saisonfinale beendete der bereits als Absteiger feststehende Stadtteil-Klub aus Bochum-Wattenscheid mit einem 5:1 brutal die Europacup-Träume des Karlsruher SC und von „Wild Winnie“ Schäfer. Es wurde zum langen Abschied der höchste Sieg der SGW in der Bundesliga. Das Portal Fussballdaten.de blickt auf die kuriosesten Zahlen und zitiert die besten Sprüche rund um Wattenscheid 09 in der Bundesliga.

Die SG Wattenscheid 09 oder: „25 Jahre Arbeit für vier Jahre erste Liga“, wie es SGW-Trainer Hannes Bongartz im DFL Bundesliga-Lexikon (2003) formulierte.

Der Aufstiegstrainer damals: „Wattenscheid, besser gesagt, die Familie Steilmann, bastelte 25 Jahre lang am Aufstieg in die Bundesliga.“ Der kam im Mai 1990, 5:1 gegen Hertha BSC. Und der Jubel im kleinen Lohrheide-Stadion – für die Spiele gegen den VfL Bochum, Bayern München und den BVB wich man ins große Ruhrstadion aus – kam etwas verfrüht.

Bongartz: „Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff fuhr ein Bier-Zug über die Tartanbahn. Die Fans konnten es einfach nicht mehr abwarten.“

Wattenscheid 09 in der Bundesliga: Unser Boss ist eine Frau

Es war nicht das einzige Kuriosum rund um Wattenscheid 09. Britta Steilmann, Tochter des mächtigen SGW-Machers Klaus Steilmann († 2009) wurde als Managerin zu einer der ersten Führungsfrauen im deutschen Fußball, war Gast bei Thomas Gottschalk in „Wetten, dass..?“ und feuerte in ihrer Funktion in Wattenscheid Trainer Hannes Bongartz. Aus der Serie „Unser Boss ist eine Frau“.

Bongartz („Man sieht, dass hier in Deutschland vieles möglich ist.“) hatte Wattenscheid 09 in der Premieren-Saison 1990/91 auf Rang 11 geführt, es war die Platzierung der Bochumer in der deutschen Eliteliga.  Dabei gelang am 1. Juni 1991 auch ein 3:2 im Bochumer Ruhrstadion gegen den großen FC Bayern München, der dem 1. FC Kaiserslautern (2:1 in Bremen) das Tor zur Deutschen Meisterschaft öffnete. Bongartz dazu: ,,Ein großer Tag für Wattenscheid, ein großer Tag für Wattenscheid 09.“

Am 4. März 1994 übernahm Frank Hartmann als Coach, doch den Abstieg konnte er nicht mehr abwenden.

Mit Hartmann an der Seitenlinie gewann Wattenscheid nur 3 Spiele.

Nach dem Abstieg der „Unabsteigbaren“ vom VfL Bochum 1993 für eine Saison als eigentlich „kleinerer“ Klub der Stadt die Nummer 1, musste Wattenscheid 09 die Bundesliga wieder verlassen.

  • In 4 Jahren Bundesliga waren keinem anderen Klub, der so kurz im „Oberhaus“ war, mehr Eigentore Unterlaufen als den Wattenscheidern – 10.
  • 4 davon kassierte man zwischen dem 31. März (3:1 gegen Hamburg) und dem 16. April 1994 (1:5 bei Eintracht Frankfurt) – auch das ist ein Rekord.
  • Jörg Bach, Stefan Emmerling, Olaf Skok und Torhüter André Alter waren die Eigentorschützen.

Alter, ein gebürtiger Dortmunder, warf sich gegen Mönchengladbach den Ball nach einem Pfostenabpraller praktisch selbst rein. „Also“, sinnierte der inzwischen 50 Jahre alte Ex-Torhüter, der 1994 ein U21-Länderspiel für Deutschland absolvierte, im Kicker-Sportmagazin (Ausgabe vom 11. April 2024), „im Vergleich dazu, dass Oliver Reck (bizarres Eigentor für Werder Bremen beim FC Bayern, d. Red.) umfiel wie ein Baum und Tomislav Piplica (Energie Cottbus, d. Red.), dem der Ball einfach nur auf den Kopf fiel, war meines nicht so schlimm oder kurios.“

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