Bundesliga

FC Bayern gegen BVB: Kein Spitzenspiel!

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„Verlieren verboten!“, so titelte das Kicker-Sportmagazin in seiner Ausgabe vom 10. April 2025 über das bevorstehende Duell FC Bayern gegen BVB, in dem zwei große Europacup-Verlierer der Woche aufeinandertreffen. Bayern verlor mit 1:2 gegen Inter Mailand und der BVB kassierte beim FC Barcelona die geteilt höchste Pleite seiner Champions-League-Historie (zusammen mit einem 0:4 bei Ajax Amsterdam, 19. Oktober 2021). Vor allem eine Statistik zeigt, warum der „deutsche Klassiker“, wie ihn viele Medien bezeichnen, eigentlich und auch uneigentlich keiner ist.

Thomas Müller in seinem letzten Fall – Der 35-jährige Weltmeister von 2014, dessen beschlossener Abschied (Fussballdaten.de berichtete aus München) beim FC Bayern zum Saisonende Fußball-Deutschland immer noch polarisiert, spielt seinen letzten „Klassiker.“

16-mal ging Müller mit Bayern München als Sieger vom Platz – kein anderer Bundesliga-Spieler gewann häufiger gegen Borussia Dortmund als der Ur-Bayer.

Müller nach dem Spiel gegen Inter Mailand: „Wir brauchen jeden Punkt, die Meisterschaft ist noch nicht entschieden. Jetzt gegen Dortmund zu spielen, ist eine Situation, die schon ein bisschen kitzlig ist.“

Reines Understatement. Wenn die Bayern gegen den BVB gefordert waren, schlugen sie in den letzten 15 Jahren (fast) immer zu.

Die Bilanz in diesem Spiel geht so eindeutig für den FC Bayern München aus, dass man den Begriff „Klassiker“ eigentlich nicht nutzen kann. Eher „Rekordmeister gegen Fünffach-Meister“, wobei das manchem wahrscheinlich zu pragmatisch klingt…

Was sagen die Zahlen?

4 Siege für den BVB

Am 11. April 2012 – unser Redakteur hat diese Partie live begleitet – schoss Robert Lewandowski (jetzt FC Barcelona) den BVB gegen die Bayern im Westfalenstadion zum 1:0 und damit zum vierten Sieg in Folge gegen den Branchenriesen in der Bundesliga.

Das war die Phase, in der die Dortmunder de facto vor den Bayern standen. 2010/2011 und 2011/2012 blieb der FC Bayern nämlich ohne Titel – im 15-Jahres-Vergleich passierte ihm das nur 2023/2024 mit Leverkusen als Meister – und scheiterte 2012 episch im Champions League „Finale dahoam“ in der eigenen Arena.

Die Bayern stellten ab 2012 die alte Ordnung wieder her und holten sich im deutschen Champions-League-Finale gegen den BVB (2:1) in Wembley das historische Triple.

Das können sie in diesem Jahr nicht mehr schaffen.

Bayern gegen BVB im Vergleich: 18:5 Titel

  • Aber die Meisterschaft ist drin, die Münchner liegen mit 68 Punkten an der Tabellenspitze und sind 27 Zähler (!) vor dem BVB, der auf Rang acht in dieses vermeintliche Spitzenspiel startet.

„Dieses Mal hat diese Partie durch den großen Abstand einfach nicht das Flair eines Klassikers“, sagte der für beide Vereine aktive Thomas Helmer im Vorfeld.

  • Zu Recht! Die Titel-Bilanz seit 2010 liegt bei 18:5 (!) für den FC Bayern gegen den BVB, mit 11 Meisterschaften, 5 Pokalsiegen und 2 CL-Titeln.
  • Die Dortmunder holten seit den goldenen Klopp-Jahren mit dem „Double“ 2012 nur noch den DFB-Pokal.

Den „Henkelpott“ konnten sie in den Finals 2013 und 2024 trotz einer riesigen Sympathiewelle in ganz Europa nicht gewinnen.

  • 2017 mit dem späteren Bayern-Coach Thomas Tuchel (51 / jetzt Nationaltrainer England) und 2021 vor leeren Rängen in Berlin mit Edin Terzic.
  • Seit 2010 wurde Dortmund 7-mal Vizemeister.
  • Niederschmetternd ist auch die Bilanz in München: 9 der 10 letzten Gastspiele hat Dortmund im Münchner Norden verloren.
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