Bayern München und der deutschen Nationalmannschaft fehlen in der Weltklasse die Spieler, auch Jamal Musiala und Leroy Sané (r., hier beim 1:3 gegen RB Leipzig am 20. Mai 2023) schafften es 2022/2023 nicht in diese Kategorie. Foto: Alex Grimm/Getty Images.
Die Saison 2022/2023 endete für den Rekordmeister mit einer denkwürdigen Last-Minute-Meisterschaft und für die deutschen Nationalspieler beim FC Bayern München mit 3 sieglosen, restlos enttäuschenden Länderspielen. Die Debatten schwelen. Weltmeister Paul Breitner sieht beim DFB-Team „Fußball auf Bambini-Niveau.“ Nett ausgedrückt. Der deutschen Elf fehlt es ein Jahr vor der EURO im eigenen Land so an Qualität, wie es der Bundesliga an Weltklasse-Spielern fehlt. Das ist das zentrale Ergebnis der legendären „Ranglisten des deutschen Fußballs“, die das Kicker-Sportmagazin seit Montag veröffentlicht.
Die Erkenntnis des Fachblatts: „So mitreißend die Entscheidungen auf den letzten Drücker auch waren, so wenig hatten diese mit einer ausreichenden Qualität der Liga zu tun. Am deutlichsten wurde dies im Titelrennen, das seine Brisanz hauptsächlich durch die Münchner Krise im ersten Halbjahr 2023 gewann.“
Besonders gravierend ist die Entwicklung beim FC Bayern: War der Rekordmeister Ende 2022 noch mit 15 Profis in der berühmten Rangliste, von denen 9 „internationale Klasse“ hatten, so sind es 2023 nur noch vier, unter anderem der Niederländer Matthijs de Ligt und die DFB-Spieler Leroy Sané und Jamal Musiala. Das ist zu wenig, um international Teams wie Manchester City zu trotzen, die mit schier unbegrenzten finanziellen Mitteln hantieren können.
„Früher war es ein Automatismus, dass herausragende Bundesligaspieler zum FC Bayern gewechselt sind“, schrieb Europameister Thomas Helmer, 1992 selbst vom BVB nach München gegangen, am vergangenen Montag in einer Kicker-Kolumne, „die Münchner haben ihre Wunschkandidaten auch bekommen, Matthäus, Ballack, Götze und viele andere, über Generationen. Doch die Situation hat sich verändert. Qualitätsspieler aus der Bundesliga, die die Bayern wirklich verstärken, sind seltener geworden oder teurer.“
Fehlende „Weltklasse“ musste man nicht nur dem FC Bayern, sondern auch den deutschen Nationalspielern insgesamt attestieren.
Lediglich 10 DFB-Spieler, die in der Bundesliga unter Vertrag spielen, kommen auf das Niveau „Internationale Klasse“, darunter Eintracht Frankfurts Rekord-Torhüter Kevin Trapp (32) und Weltmeister Matthias Ginter vom SC Freiburg.
„Big Nik“, Niklas Süle, von Felix Magath als „Spieler mit Übergewicht“ abgekanzelt, und Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund sowie Lukas Klostermann von RB Leipzig erreichen gerade die „Nationale Klasse.“
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