Yan Couto hat beim BVB kaum eine Zukunft. (Photo by Pau Barrena/Getty Images)
Bei Borussia Dortmund verschärft sich die ohnehin angespannte finanzielle Lage. Nach dem blamablen Champions-League-Aus in Bergamo rechnet der Klub mit einem Defizit von bis zu 27 Millionen Euro im laufenden Geschäftsjahr, das Transferbudget für den dringend erwarteten Kaderumbau im Sommer soll bei nur rund 25 Millionen Euro liegen. Umso größer ist der Druck, Fehlinvestitionen zu minimieren – doch genau hier droht dem BVB der nächste teure Schaden.
Im Fokus stehen drei Spieler, die sportlich kaum eine Rolle spielen, den Klub aber zusammen mit mehr als 32 Millionen Euro Transferaufwand und erheblichem Gehaltsvolumen belasten: Yan Couto, Julien Duranville und Cole Campbell.
Der 23-jährige Brasilianer Yan Couto (Marktwert ca. 20 Mio. Euro) war mit großen Erwartungen von Manchester City gekommen, inklusive erheblicher Leihgebühr und späterer Ablöse insgesamt ein Paket von etwa 25 Millionen Euro. Statt Stammplatz spielt Couto in Dortmund jedoch nur Reservistenrolle, kommt in dieser Saison wettbewerbsübergreifend auf vergleichsweise wenige Einsätze über die volle Distanz.
Probleme für den BVB:
Couto selbst drängt auf mehr Spielzeit, auch mit Blick auf seine Chancen in der brasilianischen Nationalmannschaft, sein Ruf in LaLiga nach zwei starken Leihen in Girona ist weiter intakt – aber die Preisvorstellungen könnten Interessenten abschrecken.
Julien Duranville (19) galt als eines der größten Talente Belgiens, wurde 2023 für rund 8,5 Millionen Euro vom RSC Anderlecht verpflichtet. Verletzungen warfen ihn mehrfach zurück, weshalb Dortmund ihn im Winter an den FC Basel verlieh. Dort kommt der Flügelspieler allerdings nur auf 11 Pflichtspiele, insgesamt 472 Minuten, mit 1 Tor und 1 Assist – deutlich weniger, als sich der BVB erhofft hatte. Im Sommer muss eine neue Lösung gefunden werden, ein gewinnbringender Verkauf erscheint unrealistisch.
Ähnlich schwierig ist die Situation bei Cole Campbell (20), der zur Rückrunde mit einer 10-Millionen-Kaufoption an 1899 Hoffenheim verliehen wurde. Verletzungen stoppten auch ihn, bislang stehen lediglich zwei Kurzeinsätze mit zusammen 25 Minuten zu Buche. Dass Hoffenheim die hohe Option zieht, wirkt derzeit unwahrscheinlich.
Für Sportchef Lars Ricken (49) und Sportdirektor Ole Book (40) sind die drei Personalien ein erhebliches Risiko:
Während der BVB an vielen Stellen frisches Geld braucht, drohen Couto, Duranville und Campbell zu Symbolfiguren einer teuren Schieflage auf dem Transfermarkt zu werden.
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