Bundesliga

Corona-Folgen: Spielerberater Struth glaubt nicht an Großtransfers

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Die Corona-Pandemie hat nicht nur Auswirkungen auf dem Spielfeld, sondern auch auf den Transfermarkt. Im Interview mit der „Bild am Sonntag“ gibt Deutschlands bekanntester Spielerberater Volker Struth nun einen Einblick in die aktuellen Tätigkeiten und spricht über mögliche Folgen für den Transfermarkt.

Struth: „Saisonabbruch wäre ein Desaster“

Volker Struth ist der Geschäftsführer der Beraterfirma SportsTotal. Zahlreiche Top-Stars wie Toni Kroos, Dayot Upamecano oder auch Marco Reus lassen sich von seiner Firma betreuen. In Zeiten der Corona-Pandemie hat sich der Aufgabenbereich der Spielerberater jedoch geändert. So liege der Fokus aktuell „darin, mit den Spielern über Gehaltsverzicht, Hygieneregeln, Coronavorschriften etc. zu reden. Wir sitzen also mit der DFL und den Vereinen in einem Boot“, wie der 54-Jährige gegenüber der „Bild“ erklärte.

Einen Bundesliga-Restart befürwortet der Berater, da ein Abbruch der Saison fatale Folgen gehabt hätte: „Ohne den Neustart mit Geisterspielen hätten wir die Bundesliga, wie wir sie kennen, nie mehr so erlebt. Das muss man den Kritikern da draußen ganz klar sagen, die jetzt die Geisterspiele als ungerecht bewerten.“ Vor allem die finanzielle Perspektive darf dabei nicht außer Acht gelassen werden. Wirtschaftlich wäre das ein Desaster geworden – und auch gesellschaftlich, glaube ich. Die Verluste hätten viele Vereine nicht verkraftet. Schon jetzt kommt es ja zu enormen Einbußen. Aber noch kann die Liga überleben.“

Kaum Großtransfers im Sommer

Angesprochen auf mögliche Auswirkungen der Pandemie auf den Transfermarkt im Sommer entgegnete Struth: „Da wird nicht viel passieren. Ich rechne mit vielen Leihgeschäften, aber Großtransfers wird es – wenn überhaupt – nur ganz wenige geben, da bin ich ziemlich sicher. Wenn, dann nur im unteren Millionenbereich. Aber Real Madrid, um ein Beispiel zu nennen, wird Kai Havertz nicht für 120 Millionen aus Leverkusen holen.“

Obwohl die Folgen für die Klubs außerhalb Deutschlands wohl dramatischer seien, widerspricht er vehement der Äußerung, die Bundesliga würde von der Krise sogar profitieren: „Ich finde, dass das Wort „profitieren“ in dieser Zeit unangebracht ist. Dennoch denke ich, dass der ein oder andere Bundesligist die Augen auf dem europäischen Markt offenhalten wird. Dann werden wir sehen, wie es mit Moral und Solidarität unter den Klubs ausschaut.“

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