Eintracht Frankfurt

Frankfurt im Transfer-Check: Ein vielversprechender Umbruch

Eintracht Frankfurt im Transfer-Check

Im Sommer ließ Eintracht Frankfurt ihre drei Top-Stürmer allesamt ziehen: Sebastien Haller ging zu West Ham (40 Millionen), Luka Jovic zu Real Madrid (60 Millionen) und Ante Rebic auf Leihbasis zum AC Mailand. Durch die feste Verpflichtung aller vorherigen Leihspieler und guten neuen Stürmern gelang der Umbruch aber bisher. Ein Transfer-Check.

Ex-Leihspieler Kostic, Trapp, Rode und Hinteregger: Alle wieder da und wichtig

Hohe Priorität hatte für die Eintracht die Verpflichtung der Leihspieler. Dank der Verkäufe von Haller und Jovic war dies auch möglich. Innenverteidiger Martin Hinteregger kam für neun Millionen Euro vom FC Augsburg. In seinem ersten Bundesliga-Spiel nach seiner Rückkehr erzielte er den 1:0-Siegtreffer gegen die TSG Hoffenheim. Ansonsten schwankten seine Leistungen. Zudem sorgte er für einen Sauf-Skandal in der Länderspielpause. Dennoch wird er für die Eintracht sehr wichtig bleiben. Auch Torwart Kevin Trapp kehrte zurück. Die Eintracht zahlte etwa sieben Millionen Euro an PSG. Er war auf Anhieb wieder der gewohnt stabile Rückhalt. Dann jedoch der Schock: Beim 2:1-Sieg bei Union Berlin zog er sich eine Schulterverletzung zu, er fällt für den Rest der Hinrunde aus. Ein bitterer Verlust für Frankfurt, Trapp wird aber sicherlich stark zurückkehren.

Bei Filip Kostic zog die SGE die vereinbarte Kaufoption mit dem Hamburger SV. Somit wechselte der Serbe zum Schnäppchenpreis von sechs Millionen Euro nach Frankfurt. Erneut zeigt er gute Leistungen. In sechs Bundesliga-Partien bereitete der linke Flügelspieler zwei Tore vor. Zudem spielte er eine wesentliche Rolle bei der Europa-League-Qualifikation der Eintracht: Dort erzielte er bei fünf Einsätzen drei Treffer und bereitete ein weiteren Treffer vor. Seine Verpflichtung hat sich also bereits jetzt gelohnt. Der defensive Mittelfeldspieler Sebastian Rode kam für vier Millionen Euro vom BVB. Er verpasste zwar erneut einige Pflichtspiele aufgrund von Verletzungen, überzeugte aber in den neun Pflichtspielen, in denen er auf dem Platz stand. Beim 2:2 gegen Werder Bremen erzielte er zudem sein erstes Tor in der Bundesliga seit seiner dauerhaften Rückkehr nach Frankfurt.

Dost, Silva, Joveljic ersetzen Rebic, Jovic und Haller bisher gut

Im Sturm der SGE gab es in diesem Sommer einen großen Aderlass. Ante Rebic, Luka Jovic und Sebastien Haller verließen den Verein. Dafür kamen mit Bas Dost (für  sieben Millionen Euro von Sporting), André Silva (Leihe von AC Mailand) und Dejan Joveljic (für vier Millionen Euro von Roter Stern Belgrad) auch drei neue Angreifer. Natürlich konnten die Neuzugänge ihre Vorgänger noch nicht vollends ersetzen. Das ist allerdings angesichts der Bilanz dieser auch schwierig.

Bas Dost traf in vier Ligaspielen (davon dreimal eingewechselt) zwei Mal. Er erfüllte bisher die Erwartungen. Auch André Silva war sofort erfolgreich. In ebenfalls vier Auftritten in der Bundesliga erzielte er sogar drei Tore. Dejan Joveljic kam als Perspektivspieler und ist dieser spätestens seitdem Dost und Silva bei der Eintracht sind auch tatsächlich. Sein einziges Pflichtspieltor erzielte er in seinem ersten Spiel in der Euro-League-Qualifikation gegen Flora Tallinn. In der Bundesliga kam er nur zweimal zum Einsatz, blieb ohne Tor. Joveljic hat aber noch viel Zeit.

Sow, Kohr und Durm

Drei weitere Spieler verpflichtete die Eintracht: Djibril Sow (für neun Millionen Euro von den Young Boys Bern) und Dominik Kohr (für 8,5 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt) kamen für das zentrale Mittelfeld, Erik Durm (ablösefrei von Huddersfield Town) stellt eine flexible Ergänzung für die Außenverteidigerposition dar.

Für alle drei gibt es noch Luft nach oben. Sow kommt in sieben Spielen zwar schon auf drei Assists, zeigte aber auch schlechte Leistungen. Beim Spiel in Augsburg (1:2) wurde er deshalb zur Halbzeit ausgewechselt. Der Trend zeigt bei dem Schweizer aber nach oben. Kohr spielte 13 Mal, erzielte dabei ein Tor und bereitete zweimal vor. Aber auch er kann noch deutlich mehr. Durm war wie erwartet bisher eher Ergänzungsspieler, spielte sieben Mal, blieb aber ohne Torbeteiligung. Er erfüllt seine Rolle, besitzt aber höheres Potenzial. Das gilt gewissermaßen auch für die gesamte Mannschaft derzeit.