Selim Sudheimer/Getty Images
Eintracht Frankfurt trudelt weiter zwischen vielen Toren und defensiven Problemen. Nach dem bitteren 3:3-Unentschieden gegen Werder Bremen muss Trainer Dino Toppmöller deshalb mehr denn je um seinen Job fürchten.
Trotz Blitzführung konnte Eintracht Frankfurt erst in letzter Sekunde überhaupt einen Punkt aus Bremen entführen. Damit spitzt sich die Lage der Hessen weiter zu. Nach nur einem Sieg aus den letzten neun Pflichtspielen könnte es auch für Trainer Dino Toppmöller ungemütlich werden. Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche wurde nach dem turbulenten Unentschieden an der Weser deutlich. Der 45-Jährige vermied ein klares Bekenntnis und hat auch eine nahende Trennung von Toppmöller nicht ausgeschlossen.
„Wir besprechen das jetzt. Wir müssen die Themen angehen und sehen, dass wir solche Leistungen nie wieder zeigen“, so Krösches Ansage. Wenngleich die Eintracht-Offensive auch in Abwesenheit oder trotz Formtiefs mehrerer Stürmer erfolgreich ist, bereitet vor allem die Defensive Sorgen. Mit 39 Gegentoren in 18 Spielen haben die „Adlerträger“ in dieser Saison so viele kassiert wie kein anderer Bundesligist. Neun davon fielen alleine in diesem Kalenderjahr, sodass sieben Punkte nach eigenen Führungen liegen gelassen wurden. Obwohl die größten Schwachstellen offensichtlich sind und er sie fast jeden Spieltagen wiederhole, „verändert sich nichts“, so Krösche.
„Es ist wichtig, dass wir die Dinge jetzt mal besprechen. Es sind immer wieder die gleichen Fehler. Wir haben jetzt seit 17, 18 Spielen die gleichen Themen, die uns begleiten. Wir kriegen unfassbar einfache Gegentore, sind im Ballbesitz viel zu hektisch und haben keine Struktur“, kritisierte er scharf. „So können wir nicht weitermachen, so können wir nicht auftreten. Wir sind Eintracht Frankfurt und wir haben einen Anspruch an uns selber, wie wir Fußball spielen wollen“, lautete der Appell des Sportvorstands. Neben regelmäßigen Unsicherheiten in der Innenverteidigung bleibt auch die Torhüterfrage ein konstantes Thema. Weder Michael Zetterer noch der zuletzt wieder zum Stammtorwart ernannte Kaua Santos konnten überzeugen.
Auch in Bremen gab Eintracht Frankfurt zwei Führungen leichtfertig her und muss sich letztlich mit einem glücklichen Unentschieden zufriedengeben. Für die Verantwortlichen um Krösche ist klar: „Das war heute nicht das, wie wir unsere Mannschaft und wie wir Eintracht Frankfurt repräsentieren wollen.“ Am Mittwoch (18:45 Uhr) treffen die Hessen in der Champions League auf Qarabağ Ağdam aus Aserbaidschan. Ob Dino Toppmöller zu dieser Zeit noch auf der Trainerbank der Hessen sitzt, ist fraglich.
Ob er selbst um seine Beschäftigung fürchtet? „Das Gefühl habe ich nicht“, antwortete er auf der Pressekonferenz nach dem Bremen-Spiel. Der 45-Jährige hatte Frankfurt im Sommer 2023 von Oliver Glasner übernommen und holte seitdem im Schnitt 1,55 Punkte pro Spiel.
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