Alex Grimm/Getty Images
Kauã Santos sollte als vielversprechendes Talent in die Fußstapfen von Kevin Trapp treten. Nach seiner Rückkehr von einer Kreuzbrandverletzung hütete der Brasilianer fünf Spiele lang das Eintracht-Tor. Der 22-Jährige fiel dabei aber der schwachen Frankfurter Defensive zum Opfer und wurde relativ schnell von Michael Zetterer verdrängt. Der Sommer-Neuzugang werde das Tor der Hessen „in den nächsten Wochen“ hüten, verkündete Trainer Dino Toppmöller Ende Oktober, ließ jedoch offen, wie lange der 30-Jährige Stammkeeper bleiben würde.
In einem Interview mit dem „Kicker“ brachte Toppmöller erstmals Licht ins Dunkel. Eine „langfristige Prognose“ ließ er sich aus Gründen der Seriosität zwar nicht entlocken, verriet aber, dass Zetterer erstmal „bis zum Winter“ im Tor bleiben soll. Der Schlussmann, der als Reaktion auf den Trapp-Abgang verpflichtet wurde, habe sich den Stammplatz „nach dem Leistungsprinzip“ verdient. Toppmöller betonte seinen Mehrwert für die Eintracht-Abwehr: „Zetti strahlt Ruhe und Sicherheit aus, das haben wir nach der schwierigen Phase gebraucht.“
Der SGE-Coach hat allerdings auch vom degradierten Kauã Santos eine hohe Meinung. „Die Idee war schon, dass er unsere Nummer 1 ist. Das wusste Zetti, als er zu uns kam“, erklärte der 45-Jährige die ursprünglich vorgesehene Rolle des jungen Keepers. Santos habe in der vergangenen Saison vor seiner schweren Verletzung „richtig gute Energie“ ausgestrahlt und sich dadurch gegen den langjährigen Stammtorhüter Kevin Trapp durchgesetzt.
Nach seinem Comeback habe er sich wohl „zu sehr unter Druck gesetzt“, vermutet sein Trainer, der weiter seine schützende Hand über ihn hält. Bei der Eintracht traue man Santos immer noch „zu, dass er ein Top-Torhüter werden kann.“ Ob der 22-Jährige nach der Winterpause wieder im Tor stehen wird, ließ Toppmöller offen. Er lobte die durchweg positive Kommunikation der Entscheidungen und Gedanken im Konkurrenzkampf zwischen den Pfosten: „Wir gehen mit den Torhütern – wie mit jedem Spieler – offen und ehrlich um.“
Dies ist auch notwendig, wenn ein Verein große Stücke auf sein Torwartaufgebot hält. So ist es in Frankfurt, wo sich Toppmöller über „ein tolles Torhüterteam“ freut und „von allen Keepern total überzeugt“ ist. Die aktuelle Situation zwischen Zetterer und Santos könnte sich jedoch als knifflig erweisen. Während dem aus Bremen verpflichteten Schlussmann Außenseiterchancen im DFB-Team ausgerechnet werden, hofft auch Santos auf eine Nominierung für die Nationalmannschaft.
„Er wäre ja auch gerne mit Brasilien bei der WM dabei und stand in Kontakt mit dem Torwarttrainer“, verriet Toppmöller. Ein nicht unwesentlicher Aspekt für den Cheftrainer, der eigentlich beiden Torhütern Spielpraxis geben müsste, um ihre Chancen auf eine WM-Teilnahme zu wahren.
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