Bundesliga

Ereignisreiche zweite Hälfte: Remis zwischen Augsburg und Freiburg

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Die Rückrunde der aktuellen Bundesliga-Saison ist nun in vollem Gange. Am Sonntagabend trennten sich der FC Augsburg und der SC Freiburg unentschieden und das nach einer ereignisreichen zweiten Hälfte.

Augsburg wird vor der Pause richtig gefährlich

Die Partie begann mit einem frühen Risiko auf beiden Seiten. Augsburg führte den Anstoß aus, doch die erste brenzlige Szene gehörte Freiburg: Keitel ging als letzter Mann ins Dribbling gegen Matanovic, wurde aber vom Stürmer gefoult, sodass der FCA zunächst aufatmen konnte. Kurz darauf setzten die Gäste das erste offensive Ausrufezeichen. Höler hob den Ball in den Lauf von Grifo, dessen Schuss aus rund 18 Metern jedoch links am Tor vorbeiflog.

Die erste Ecke der Augsburger verzögerte sich deutlich, weil dichter Nebel durch Freiburger Pyrotechnik die Sicht beeinträchtigte. Assistenten brachten zusätzliche Bälle auf den Platz, um die Spieler in Bewegung zu halten. Nach sieben Minuten konnte der Standard ausgeführt werden, blieb aber folgenlos. Wenig später unterlief Dahmen ein riskanter Fehler, als er sich den Ball ans eigene Standbein spielte und Matanovic beinahe profitierte. Augsburg klärte jedoch im letzten Moment.

Freiburg kam anschließend zu mehreren Ecken, die jedoch allesamt entschärft wurden. Makengo tauchte auf der linken Seite auf, traf mit seiner Flanke aber nur Fellhauer am Rücken. Insgesamt entwickelte sich eine zähe Anfangsphase, in der Augsburg tief stand und Freiburg zwar hoch anlief, aber kaum Lösungen fand. Auf der Gegenseite suchte Claude-Maurice mehrfach Schlotterbeck bei Freistößen, doch Atubolu und Kübler verhinderten Schlimmeres.

Nach einer längeren Ballbesitzphase der Gäste versuchte Kübler, Matanovic im Strafraum zu bedienen, doch Dahmen fing die Hereingabe ab. Augsburg meldete sich daraufhin offensiv zurück: Erst parierte Atubolu einen Kopfball, dann lenkte er einen weiteren Abschluss nach Massengos Flanke zur Ecke. Die Baum-Elf drückte nun stärker. Giannoulis tauchte rechts im Strafraum auf, setzte seine Flanke aber ins Toraus. Eine weitere Ecke landete erneut bei Giannoulis, dessen Direktabnahme über das Tor flog.

Freiburg kam erst spät wieder gefährlich vor das Tor. Matanovic verpasste einen durchgesteckten Ball knapp und kollidierte anschließend mit einem Augsburger Verteidiger, beide konnten aber weiterspielen. Die Gäste beruhigten das Spiel, ließen den Ball laufen und nahmen Augsburgs Druckphase den Wind aus den Segeln. Wegen der langen Unterbrechung gab es acht Minuten Nachspielzeit.

In dieser Phase wurde Makengo nach einem Foul von Fellhauer behandelt, konnte jedoch weitermachen. Der folgende Freistoß verpuffte. Freiburg kam noch einmal über einen weiten Einwurf von Manzambi in den Strafraum, Grifo verlängerte unfreiwillig zu Treu, dessen Schuss Ginter blockte. Die größte Chance der Halbzeit gehörte jedoch Augsburg: Jakic bediente Claude-Maurice im Strafraum, der aus guter Position vorbeischoss. Kurz darauf holte der FCA noch eine Ecke heraus, die aber ebenfalls ohne Ertrag blieb. Mit einem torlosen 0:0 ging es in die Pause.

Torreiche zweite Hälfte mit Remis als Resultat

Die zweite Halbzeit begann mit einem personellen Rückschlag für Augsburg. Jakic hatte sich offenbar beim Gang aus der Kabine verletzt, sodass Rexhbecaj kurzfristig übernehmen musste. Kaum war der Ball freigegeben, erwischte der FCA den SC Freiburg eiskalt. Claude-Maurice kam im Strafraum zum Abschluss, sein abgefälschter Schuss landete unhaltbar im Netz. Nur wenige Augenblicke später folgte der nächste Schlag: Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Rieder in die Mitte, wo Rexhbecaj hochstieg und zum 2:0 einköpfte. Innerhalb von drei Minuten war die Partie komplett gekippt.

Freiburg suchte nach einer Antwort, blieb aber zunächst unpräzise. Matanovic verzog aus guter Position, Grifos Freistoß fand keinen Abnehmer. Die Partie wurde ruppiger, Keitel sah nach einem Foul an Matanovic die erste Gelbe Karte, kurz darauf wurde auch Manzambi verwarnt. Schuster reagierte und brachte Suzuki, Scherhant und Beste. Die Umstellungen zeigten Wirkung: Nach einer Ecke verlängerte Freiburg den Ball an den zweiten Pfosten, wo Suzuki direkt abzog und den Anschlusstreffer erzielte. Nur zwei Minuten später fiel der Ausgleich – erneut nach einer Ecke. Gregoritsch wehrte den Ball mit der Hand ab, Matanovic staubte ab. Der Treffer zählte, Gregoritsch sah Gelb.

Augsburg versuchte, die Kontrolle zurückzugewinnen. Pedersen und Zesiger kamen ins Spiel, Schlotterbeck rückte ins Zentrum der Dreierkette. Chancen ergaben sich dennoch auf beiden Seiten. Massengo scheiterte nach guter Brustannahme an Manzambi, auf der Gegenseite verhinderte Zesiger einen gefährlichen Ball auf Beste. Osterhage kam für Manzambi und hatte sofort eine große Gelegenheit, doch Dahmen parierte stark.

Die Schlussphase wurde zunehmend hektisch. Pedersen sorgte über links für Betrieb, Kübler lenkte eine scharfe Hereingabe beinahe ins eigene Tor, Atubolu rettete. Freiburg jubelte kurz über ein vermeintliches 3:2, doch der VAR griff ein: Suzuki hatte den Ball wohl knapp hinter der Grundlinie zurückgelegt, der Treffer wurde aberkannt. Suzuki sah anschließend Gelb für ein Foul.

Augsburg drängte noch einmal. Rexhbecaj scheiterte aus der Distanz, Claude-Maurice wurde im letzten Moment von Ogbus geblockt. Auf der Gegenseite forderte Scherhant Elfmeter, doch Petersen ließ weiterlaufen. In der Nachspielzeit versuchten beide Teams, den Sieg zu erzwingen, fanden jedoch keine klaren Lösungen. Kurz vor Schluss traf Dahmen Matanovic unglücklich an der Wade, doch auch diese Szene blieb ohne Folgen. Am Ende blieb es beim 2:2, ein Ergebnis, das den wilden Verlauf der zweiten Hälfte treffend widerspiegelte.

Aufstellungen:

FC Augsburg: Dahmen – Schlotterbeck, Keitel, Banks – Giannoulis, Jakic, Massengo, Fellhauer – Claude-Maurice, Rieder – Gregoritsch

SC Freiburg: Atubolu – Makengo, Ogbus, Ginter, Kübler – Manzambi, Eggestein – Grifo, Höler, Treu – Matanovic

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