FC Augsburg

Lichtsteiner & Jedvaj: Augsburgs Neuzugänge haben hohe Ziele

Der Start in die neue Bundesliga-Saison verlief alles andere als zufriedenstellend für den FC Augsburg. Mit 1:5 musste man sich im Signal-Iduna-Park dem Gastgeber Borussia Dortmund verdient geschlagen geben. Deshalb hat der Klub jetzt in der Defensive noch einmal nachgelegt. Dabei konnte man zwei ambitionierte Defensiv-Spezialisten überzeugen.

Hinten drückt der Schuh

Mit 71 Gegentoren in der abgelaufenen Spielzeit stellte der FCA, mit Absteiger Hannover 96, die schlechteste Defensive der Bundesliga. Zur neuen Saison sollte zumindest die Defensive wieder sicherer stehen. Doch der Start lässt kaum Hoffnung auf Verbesserung übrig. Gegen Regionalligist SC Verl setzte es direkt die erste Saisonniederlage. Hier ließ man sich zwei Tore einschenken. Eine Woche später schoss Vize-Meister Borussia Dortmund den Klub gnadenlos mit 5:1 ab.

Bevor der FCA sich nun in Gefahr eines katastrophalen Fehlstarts sieht, hat man reagiert. Mit Stephan Lichtsteiner holt man einer international erfahrenen, ablösefreien Rechtsverteidiger in die Fuggerstadt. Zudem verstärkt auch Bayer-Leihgabe Tin Jedvaj das Team. Bei dem 35-jährigen Lichtsteiner war die Herausforderung ausschlaggebend. Denn der Schweizer hätte durchaus noch seinen Platz in einem Top-Kader gefunden. Aber häufig auf der Bank, anstatt auf dem Platz.

EM ist das Ziel

Bei den Augsburgern soll er das junge Team anführen und direkt verstärken. Auf der anderen ist Tin Jedvaj. Der flexible Defensivspieler konnte bisher nicht seinen Platz im System bei Bayer 04 Leverkusen finden. So ergibt eine Leihe durchaus Sinn. Auch er hat seine Qualität schon unter Beweis gestellt. Der 23-Jährige will einen festen Stammplatz ergattern. Denn beide Akteure haben noch Ziele.

Lichtsteiner für die Schweiz und Jedvaj für Kroatien. Beide wollen im Sommer 2020 an der Europameisterschaft teilnehmen. Dafür müssen sie sich jedoch dringend empfehlen. Zuletzt hatten sie dazu selten die Möglichkeit. Der Bundesligist biete dafür eine gute Plattform. Sofern das Team von Trainer Martin Schmidt nicht eine Horror-Saison erlebt.