Traumtor von Claude-Maurice: Remis zwischen Augsburg und Union Berlin

Das letzte Spiel der Hinrunde ist vorbei: Der FC Augsburg und der 1. FC Union Berlin trennen sich mit 1:1, nachdem die Mannschaft von Stefan Baumgartner ein Last-Minute-Treffer gelang. Zuvor schoss Alexis Claude-Maurice per Traumtor den FCA zur Führung.
Union Berlin die bessere Mannschaft
Schiedsrichter Florian Badstübner pfiff die Partie an, Union Berlin eröffnete – und schon nach wenigen Sekunden lag Khedira nach einem Zusammenprall mit Gregoritsch benommen am Boden. Der Union-Profi konnte weiterspielen, der fällige Freistoß brachte jedoch keine Gefahr. Beide Mannschaften starteten aggressiv, suchten früh die Zweikämpfe und ließen kaum Raum für strukturierten Spielaufbau.
Union setzte das erste Ausrufezeichen über Burke, der auf rechts Tempo aufnahm, den Ball aber einen Tick zu weit vorlegte. Dahmen war aufmerksam und pflückte die Hereingabe sicher herunter. Augsburg antwortete über Kade, dessen scharfe Hereingabe Claude-Maurice knapp verpasste. Kurz darauf schubste Giannoulis seinen Gegenspieler Jeong in die Bande – eine Szene, die durchaus Gelb hätte nach sich ziehen können.
Die Partie blieb geprägt von intensiven Duellen und wenig Offensivstruktur. Torschüsse waren Mangelware, die xG-Werte unterstrichen das: Augsburg bei 0, Union bei 0,2. Dann jedoch die erste große Chance: Burke flankte präzise auf Schäfer, dessen Kopfball nach Aufsetzer knapp am Tor vorbeiging. Union wirkte in dieser Phase etwas lebendiger. Jeong prüfte Dahmen aus 15 Metern, der FCA-Keeper parierte stark.
Ein hartes Duell zwischen Trimmel und Giannoulis sorgte für Diskussionen, doch Badstübner ließ weiterlaufen. Kurz darauf die nächste Riesenchance für Union: Burke wurde in die Schnittstelle geschickt, schloss aus spitzem Winkel ab und verzog hauchdünn. Augsburg hatte Glück, nicht in Rückstand zu geraten.
In der 32. Minute wurde die Partie unterbrochen, als Flummi-Bälle aus dem FCA-Block auf den Rasen flogen – Protest gegen die Ansetzung am Donnerstag. Nach fünf Minuten Aufräumarbeiten ging es weiter. Augsburg kam zu einer Abseitschance über Giannoulis, doch insgesamt blieb das Spiel zäh. Beide Teams neutralisierten sich im Mittelfeld, klare Aktionen blieben selten.
Union versuchte es über Querfeld, doch Dahmen klärte souverän. Auf der Gegenseite brachte Claude-Maurice eine Flanke in den Strafraum, die Abwehr bereinigte. Gregoritsch setzte einen Kopfball weit am Tor vorbei. In der Nachspielzeit erhielt Augsburg einen Freistoß, der aber geklärt wurde. Fellhauer flankte anschließend, Union verteidigte erneut zur Ecke. Köhn knickte beim Klärungsversuch um und musste behandelt werden.
Die folgende Ecke fand Schlotterbeck, dessen Kopfball Rönnow erst im Nachfassen sicherte. Augsburg blieb am Drücker, ein weiterer Freistoß wurde abgewehrt. Dann der Moment des Abends: Claude-Maurice nahm aus 28 Metern Maß und schlenzte den Ball mithilfe der Latte unhaltbar in den rechten Winkel – ein Traumtor kurz vor der Pause.
Mit der 1:0-Führung für Augsburg ging es in die Kabinen.
Augsburg bringt Führung nicht über Ziellinie
Augsburg eröffnete die zweite Halbzeit, beide Teams kamen unverändert aus der Kabine. Union startete druckvoll: Ansah kam zweimal zum Abschluss, beide Versuche wurden jedoch geblockt. Auffällig war, dass Augsburg sich nicht zurückzog, sondern aktiv mitspielte. Nach einem Foul von Zesiger an Burke brachte Trimmel einen Freistoß in den Strafraum, den der FCA souverän klärte. Kurz darauf sah Jakic Gelb, weil er Jeong in der Vorwärtsbewegung festhielt.
Union blieb gefährlich. Ansah setzte einen Kopfball nach einem Freistoß weit neben das Tor. Auf der Gegenseite klärte die Berliner Defensive eine scharfe Fellhauer-Flanke. Dann bekam Augsburg einen Freistoß aus 18 Metern: Claude-Maurice zirkelte den Ball über die Mauer, traf jedoch nur den rechten Pfosten. Direkt im Anschluss kam Union zu einer guten Gelegenheit, doch Schäfers Schuss prallte an einem Augsburger ab – und der FCA schaltete blitzschnell um. Claude-Maurice tanzte zwei Gegenspieler aus, bediente Kade, der nach Doppelpass mit Fellhauer an Rönnow scheiterte.
Es folgten mehrere Wechsel: Massengo kam für Rexhbecaj, Union brachte Ilic, Kemlein und Burcu. Nach einer kurzen Behandlungspause für Jakic ging es weiter. Burcu setzte zu einem starken Solo an, doch Augsburg blockte erneut. Querfeld scheiterte mit einem wuchtigen Freistoß an der Mauer, zwei anschließende Ecken brachten Union ebenfalls nichts ein.
Augsburg wechselte Wolf und Kömür ein. Banks hatte anschließend eine große Chance, doch Rönnow parierte stark. Union antwortete mit einem Freistoß, den Khedira über die Latte setzte. Auf der anderen Seite jagte Kömür einen Konterabschluss aus 15 Metern über das Tor. Essende und Rieder kamen für Gregoritsch und Claude-Maurice, Union brachte Ljubičić und Král.
In der Schlussphase hielt Augsburg Union weitgehend vom Tor fern. Fellhauer vergab eine große Möglichkeit aus spitzem Winkel. Dann die Schlüsselszene: Köhn traf Essende mit hohem Bein am Hals und sah folgerichtig Rot. Trotz Unterzahl blieb Union mutig – und wurde belohnt. Ilic zog ab, der Ball prallte von Ljubičić’ Körper unhaltbar für Dahmen ins Tor. 1:1.
Augsburg warf noch einmal alles nach vorne, kam zu mehreren Ecken und Abschlüssen. Rönnow parierte einen Kopfball stark, Rieder setzte einen weiteren Versuch nach Flanke daneben. Doch der Ausgleich blieb bestehen. In der Tabelle bedeutet es, dass Union Berlin auf Platz 9 und Augsburg auf Platz 15 geblieben sind.
Aufstellungen (Wechsel):
FC Augsburg: Dahmen – Zesiger, Schlotterbeck, Banks – Giannoulis (75′ Wolf), Rexhbecaj (63′ Massengo), Jakic, Fellhauer – Claude-Maurice (83′ Rieder), Kade (75′ Kömür) – Gregoritsch (83′ Essende)
1. FC Union Berlin: Rönnow – Leite (83′ Ljubičić), Querfeld, Doekhi – Köhn, Schäfer (64′ Kemlein), Khedira (83′ Král), Trimmel – Ansah (64′ Burcu), Jeong – Burke (64′ Ilic)



