Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images
Das Transferfenster ist noch nicht offen, doch beim FC Bayern häufen sich die Gerüchte um mögliche Verstärkungen. Dieses Jahr darf man aber nicht denselben Fehler wie im letzten Sommer machen. Die Millionen auf dem berühmten Festgeldkonto müssen sinnvoller eingesetzt werden.
Es ist etwa ein Jahr her, als Ex-Präsident Uli Hoeneß in der „Bild“-Zeitung den Großangriff auf dem Transfermarkt ankündigte und vom „größten Investitionsprogramm, das der FC Bayern je hatte“ sprach. Es war absehbar, dass man für Arjen Robben und Franck Ribéry hochkarätigen Ersatz verpflichten muss. Am Ende waren viele Fans jedoch enttäuscht. Mit Lucas Hernandez und Benjamin Pavard kaufte Bayern frühzeitig zwei Innenverteidiger für über 115 Millionen. Nachdem man zuvor lange mit Manchester City vergeblich um Leroy Sané verhandelt hatte, holte man für die Offensive holte kurz vor Transferschluss mit Philippe Coutinho und Ivan Perisic zwei Leihspieler dazu.
Wirft man einen Blick auf die letzten Transferperioden, fällt auf, dass die Millionen vorwiegend in Defensiv-Personal investiert werden. Allein in den letzten vier Jahren gab der Rekordmeister für Hernandez, Pavard, Niklas Süle und Mats Hummels mehr als 170 Millionen aus. Mit Serge Gnabry und Kingsley Coman holte im selben Zeitraum zwar auch zwei günstige Flügelstürmer. Doch zeigte in den letzten Jahren die Crunchtime (Mitte März bis Mitte Mai), dass vor allem auf den offensiven Außenbahnen aufgrund von Verletzungen meist die Alternativen fehlten. Eine Rotation war nahezu unmöglich.
Auch derzeit halten sich die Gerüchte um den Innenverteidiger Dayot Upamecano hartnäckig. Der 21-jährige Leipziger ist für sein Alter zwar sicherlich ein wahnsinnig guter Spieler. Aber: Dieses Jahr darf man erneut den Fehler wiederholen und die Millionen vorschnell für die Defensive ausgeben.
Der Schwerpunkt der Transferaktivitäten muss endlich auf dem Offensivbereich liegen. Erst wenn hier das bestehende Personal (Robert Lewandowski, Thomas Müller, Gnabry und Coman) mit zwei weiteren Spielern verstärkt wurde, darf man das Geld vom Festgeldkonto für Abwehrspieler ausgeben.
Um endlich Nachfolger für Ribéry und Robben zu holen, muss die Top-Priorität die Verpflichtung von hochkarätigen Flügelspielern sein. Prädestiniert dafür ist Sané, aber keinesfalls Timo Werner. Der Leipziger ist zwar vielseitig einsetzbar ist, jedoch kein klarer Flügelspieler. Sané hingegen könnte als Zuarbeiter für Lewandowski agieren.
Notlösungen wie Coutinho oder Perisic darf es nicht mehr geben. Letzterer eignet sich maximal als zusätzliche Ergänzung zu Sané um die Offensive auch in der Breite ausreichend zu besetzen. Denn angesichts der Corona-Krise und deren finanziellen Auswirkungen wäre es vermessen zu behaupten, Bayern könnte neben Sané noch einen weiteren Top-Transfer für die Angriffsreihe landen.
Erst Ende August wird man sehen, ob man aus seinen Fehlern gelernt. Die Verantwortlichen des FC Bayern müssen liefern und die Millionen sinnvoll(er) einsetzen – diesen Sommer.
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