Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images
Beim FC Bayern München geht in diesem Sommer eine Äre zuende. Nach zehn gemeinsamen Jahren werden Franck Ribery und Arjen Robben den deutschen Rekordmeister verlassen. Die Zeit geht jedoch auch an Robbery nicht spurlos vorbei. Der Franzose ist mittlerweile 36 Jahre alt, der Niederländer ist im Januar 35 Jahre alt geworden. Ein Rückblick auf zwei der erfolgreichsten Spieler der Bundesliga-Geschichte.
Rückblende. Es war der der 4. Spieltag der Bundesliga-Saison 2009/10. An diesem 29. August 2009 traf Bayern zuhause auf Wolfsburg. Im Tor stand Hans-Jörg Butt, innen verteidigten Holger Badstuber neben Daniel van Buyten. Die Außenverteidiger hießen Phillip Lahm und Danijel Pranjic. Bastian Schweinsteiger gab im Mittelfeld den Takt vor, unterstützt von Hamit Altintop und Anatoliy Tymoshchuk. Vorne stürmten Mario Gomez, Thomas Müller und Ivica Olic.
Trainer Louis van Gaal wechselte beim Halbzeitstand von 1:0 schließlich Debütant Robben ein. Der damals 25-Jährige war erst einen Tag zuvor für 25 Millionen Euro von Real Madrid geholt worden. Damals sehr viel Geld, heute jedoch fast ein Schnäppchen. Nach etwas mehr als einer Stunde durfte auch der zuvor angeschlagene Ribery ran. Nur fünf Minuten später erzielte Robben nach einem Solo das 2:0, Vorlage Ribery. Zehn Minuten machte der Neuzugang nach einem Konter den Deckel drauf, 3:0 – Vorlage Ribery. Fußball-Deutschland ahnte, das hier etwas Großes enstehen kann.
Die Bilanz ihrer gemeinsamen Premiere: Vier Scorerpunkte in 27 Minuten. Robbery, wie die einst in Bundesliga und in Europa gleichermaßen gefürchtete Fügelzange getauft wurde, harmonierte bereits im allerersten Spiel perfekt. Linksaußen Ribery verstand sich schon immer als dynamischer Vorlagengeber, Robben hingegen wird wie kaum ein Fußballer mit einem simplen Bewegungsablauf verbunden. Von rechts nach innen ziehen, mit dem linken Fuß abschließen; der Arjen-Robben-Gedächtnismove. Tausendmal gesehen und doch klappte es immer wieder.
Ribery der bereits 2007 aus Marseille nach München kam, und Robben hatten ihren, wenn auch anfangs manchmal ungeliebten, kongenialen Partner gefunden. Wie sonst kaum jemand haben sie eine herausragende Bayern-Ära geprägt. Die nackten Zahlen: In insgesamt 422 Spielen für Bayern kommt Ribery in allen Wettbewerben auf 123 Tore und 183 Vorlagen. Sein Pendant Robben hat nach 306 Partien 143 Treffer und 101 Assists vorzuweisen. Das Resulat: Sieben gemeinsame Meisterschaften und vier gemeinsame Pokalsiege. Und natürlich der Champions-League-Triumpf 2013. Die Vorlage für Robbens goldenes Tor gegen Dortmund kam damals übrigens von keinem Geringeren als Ribery.
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