FC Bayern München

Wegbegleiter schwärmen über Zirkzee: „Joshua sah Lösungen, die andere Spieler nicht sahen“

In Robert Lewandowski hat der FC Bayern München einen ganz klaren Top-Stürmer, der unumstritten beim deutschen Rekordmeister ist. Diesen Platz wird ihn Top-Talent Joshua Zirkzee auch nicht streitig machen. Doch für die Zukunft scheint man fest mit ihm zu planen.

Zirkzee schon früh auffällig

In der Fußball-Bundesliga erfreut sich Joshua Zirkzee über eine starke Tor-Ausbeute. In fünf Einsätzen, netzte der Niederländer dreimal. Ein weiteres Tor legte er vor. Gegenüber „NRC Handelsblad“ sprachen mehrere Wegbegleiter des Jung-Profis über die Entwicklung des Stürmers.

Sein Vater Remco Zirkzee brachte ihn damals zu Spartaan 20´in die E-Jugend. „Er dachte, dass Joshua hier mehr Freude am Spiel haben würde. Ich denke, er hat das gut erkannt“, erzählt Ricardo Willemse, Zirkzees erster Fußball-Trainer.

Mit seiner Größe war er auch schon im Kindesalter auffällig. Diese Qualität sorgte auch für Respekt bei den Mannschafts-Kollegen: „Er war viel größer und stärker als seine Kollegen, aber seine Technik und seine Einsicht waren auch fantastisch. Seine Teamkollegen sahen buchstäblich und im übertragenen Sinne zu ihm auf“.

Willems blickt auch schmunzelnd auf die ersten Attitüden des Niederländers zurück. So beschreibt er die damalige Zuversicht Zirkzees auf dem Platz als „fast arrogant“. Doch für den Coach ist diese Tatsache nicht negativ einzuordnen. Vor allem, weil sich sein ehemaliger Schützling neben dem Platz als „sehr netter, bescheidener Junge“ präsentierte.

Bayern mit Zukunfts-Plan

2013 zog Joshua Zirkzee weiter zum Erstligisten ADO Den Haag. Auch hier, geriet der damalige Übungsleiter ins Schwärmen. „Joshua sah Lösungen, die andere Spieler nicht sahen. Und so kam er an vier Männern vorbei, ging dann zurück und ging wieder an ihnen vorbei“, bewunderte Mark Schuur die Qualität des Jugendlichen.

Der Weg in die Erstklassigkeit schien vorgezeichnet. Doch tatsächlich änderten sich die Pläne am Ende. Zwar folgte der nächste Wechsel zum Top-Klub Feyenoord Rotterdam, jedoch blieb Zirkzee nur für ein Jahr. „Bei Feyenoord hat Joshua nicht das volle Vertrauen bekommen, das er von den Bayern bekommen hat. Sie hatten einen Plan mit ihm und sahen ihn langfristig als Nachfolger von (Robert) Lewandowski“, erinnert sich sein Vater an den großen Wechsel 2017 nach Deutschland zum FC Bayern zurück.

In der Jugend lief er 49-mal für die Münchener auf, traf 40-mal, bereitete 16 Treffer vor. Nachdem ihm in dieser Spielzeit der Sprung nach ganz oben geglückt war, scheinen die Entscheidungen seiner Jugend richtig gewesen zu sein. Trotz der jungen Erfolge, ist Zirkzee der geblieben, der er war. Das freut natürlich vor allem seinen Vater: „Wenn er in den Niederlanden ist, sitzen sie (Joshua Zirkzee und seine Freunde) immer noch draußen auf derselben Bank. Ich habe es genossen, das zu hören, und ich bin vielleicht mehr stolz darauf als auf das, was er auf dem Feld zeigt“.