FC Schalke 04

Schalke-Coach Wagner: Burgstaller ist das „größte Mentalitätsmonster“

Schalke

Ein Unentschieden, eine Niederlage und ein Sieg – das war der Liga-Start von David Wagner auf Schalke. Das Ziel für die Partie am Sonntag gegen Paderborn ist klar: Der zweite Sieg. Im Voraus sprach der neue Schalke-Coach im „Sport Bild“-Interview nun über seinen Start bei Königsblau, das Stürmer-Problem sowie seine Ziele.

Wagner: Die Anhänger als Faustpfand

Vergangene Saison entging Schalke letztlich nur knapp dem Abstieg. Mittelfristig will man aber zurück in die Champions League – eine Herausforderung für Wagner. „Das Erste, was wir angegangen sind und künftig weiter hinbekommen wollen, was: Jeder soll seine Qualitäten ausleben – natürlich unter einer gewissen Vorgabe – um sein Leistungsvermögen abrufen zu können. Das gilt für alle Abteilungen“, erklärt der 47-Jährige seinen Ansatz.

Eine plakative Aussage darüber, wofür Schalke in Zukunft stehen soll, möchte Wagner nicht treffen. Der Trainer sagt aber, die Kurve gebe ihm und der Mannschaft letztlich vor, wie „wir sein möchten und sein sollen.“ Das sei „sehr von Emotionalität, Zusammenhalt, positiver Aggressivität und Leidensfähigkeit geprägt. Das ist das, was wir in das Stadion reinbringen wollen“, sagt Wagner, der die Anhänger von Schalke als „Faustpfand“ bezeichnet.

Schalke will bald zurück nach Europa

Sein Ziel, seine Vision mit Schalke sei derweil klar: Der Klub soll zurück in das internationale Geschäft. „Aber dafür bedarf es Zeit“, weiß Wagner. Mehr Zeit bedarf es möglicherweise, weil Schalke keinen weiteren Stürmer mehr verpflichtet hat. Wagner muss sich folglich mit Guido Burgstaller, Mark Uth und Ahmed Kutucu zufrieden geben. „Wir haben drei Stürmer unter denen ich keine Hierarchie festlegen möchte“, sagt der Fußballlehrer.

Burgstaller etwa sei „das größte Mentalitätsmonster auf diesem Planeten. Das ist Wahnsinn und macht riesig Freude“, meint Wagner. Kutucu sei dagegen eines der größten Talente seiner Altersklasse im deutschen Fußball um den man beneidet werde, wohingegen Uth nach überstandener Verletzung heiß wie Frittenfett sei. „Von meiner Fern-Wahrnehmung dachte ich, Uth sei ein feiner Fußballer, aber der malocht auch“, verrät Wagner.