Frank Schmidt: Heidenheim ohne Chance auf Klassenerhalt

Es war die vermutlich letzte Chance, das Ruder noch herumzureißen. Im Bundesliga-Kellerduell unterlag das Schlusslicht aus Heidenheim beim Vorletzten in Bremen mit 0:2. Heidenheims Trainer Frank Schmidt kam nach der Partie vor den Mikrofonen der Reporter dann auch zu einer glasklaren Einschätzung: Der Klassenerhalt für seine Mannschaft ist nicht mehr zu schaffen. Der Gang in die 2. Bundesliga ist vorprogrammiert.
Heidenheim spielt wie ein Absteiger
Schmidt hat erkannt, dass sein Team nicht bundesligatauglich ist. In Bremen war die Mannschaft über die kompletten 90 Minuten chancenlos. Werder hätte das Kellerduell sogar noch höher gewinnen können, ja müssen. Frank Schmidt betonte, dass er kein Trainer sei, der „hofft“, sondern jemand, der an die Chance glaubt. Nach dem Spiel im Weserstadion gibt es, so der Coach, aber keinen Grund, an irgendetwas zu glauben.
Statistik spricht gegen das Bundesliga-Schlusslicht
Die Statistik lügt nicht. Noch nie hat eine Mannschaft, die nach 24 Spieltagen nur 14 Punkte auf dem Konto hatte, den Klassenerhalt in der Bundesliga geschafft. Dem 1. FC Heidenheim 1846 fehlen aktuell acht Punkte zum Relegationsrang. Es wäre ein riesiges Wunder, wenn das Team den Rückstand noch aufholt.
Heidenheim hat im bisherigen Saisonverlauf 3 Mal gewonnen, 5 Mal unentschieden gespielt und 16 Mal verloren. 22 erzielte Treffer sind ebenso ein Minusrekord wie 53 Gegentore.
Zukunft von Frank Schmidt in Heidenheim offen
Frank Schmidt steht seit September 2007 an der Seitenlinie der Heidenheimer. Was der Trainer in den zurückliegenden Jahren geleistet hat, wird für immer in den deutschen Fußball-Geschichtsbüchern stehen. Wie es mit Schmidt im Falle des Abstieges weitergeht, ist derzeit noch offen. Fakt ist: Der Coach besitzt noch einen Vertrag bis Sommer 2027. Ob sich Frank Schmidt den Gang in die 2. Bundesliga aber wirklich antut, ist offen. Es kann durchaus sein, dass der dienstälteste Bundesliga-Trainer den Weg für einen Neuanfang frei macht. In den zurückliegenden Wochen wirkte Frank Schmidt oft ausgebrannt.


