Hamburger SV

Abgang vom Publikumsliebling – Was der Reis-Wechsel für den HSV bedeutet

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Schon seit Wochen hat Fanliebling Ludovit Reis beim HSV seinen Wechselwunsch hinterlegt. Der belgische Verein Club Brügge lockt den Niederländer mit der Teilnahme an der UEFA Champions League und es gab wohl schon vor einer Woche eine Einigung mit der Spielerseite. Lediglich die Hanseaten haben sich gegen einen Verkauf gewehrt. Nun ist der Wechsel dennoch bestätigt und der Leistungsträger der Aufstiegssaison spielt zukünftig in Belgien.

Geldregen für den HSV

Die Ablösesumme beläuft sich auf rund sieben Millionen Euro, die zweithöchste Verkaufsablöse nach Amadou Onana. Stefan Kuntz und Claus Costa haben hartnäckig verhandelt, vorherige Offerten im Bereich zwischen drei und viereinhalb Millionen Euro wurden konsequent abgelehnt. Der 25-jährige Mittelfeldspieler hat einen Marktwert von dreieinhalb Millionen Euro und sein Vertrag lief nur noch bis Juni 2026. Er kam zu der Saison 2021/22 ablösefrei von der Zweitvertretung des FC Barcelona. Eben dieser hat sich damals eine Weiterverkaufsbeteiligung von ca. 30 Prozent gesichert, rund 2,1 Millionen Euro entgehen dem HSV demnach. Die Verantwortlichen des ehemaligen Bundesliga-Dinos haben also einen achtbaren Deal rausgeholt.

Anführer und Publikumsmagnet

Ludovit Reis war insbesondere in der abgelaufenen Saison sowohl ein absoluter Anführer als auch ein Gesicht der Mannschaft. In Vertretung von Sebastian Schonlau wurde ihm die Kapitänsrolle zugewiesen und er hat sie mit Bravour erfüllt. Er ist mit Leidenschaft und Einsatz vorangegangen und hat den Gegenpressing-Ansatz von Trainer Merlin Polzin verkörpert. Gleichzeitig schaltete er sich immer wieder offensiv ein und verfügt über eine hervorragende Technik. Mit ihm verlieren die Hamburger einen absoluten Publikumsliebling, der wohl schon vor zwei Saisons in eine europäische erste Liga hätte wechseln können. Er stand aber zum HSV und kann sich nun nach dem erzielten Aufstieg erhobenen Hauptes verabschieden.

Mit Nicolai Remberg steht bereits ein möglicher Nachfolger in den Startlöchern. Der 24-Jährige ist für 2,2 Millionen Euro vom Absteiger Holstein Kiel gekommen. Er hat große Fußstapfen zu füllen, passt aber perfekt in das körperliche Profil von Ludovit Reis.

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