Für Stephan Ambrosius läuft es diese Saison blendend. Aus der U19 des HSV rückte der Innenverteidiger im Sommer in den Herrenbereich. Für die U21 war er in der Regionalliga gesetzt, trägt auch einen Anteil am guten Abschneiden der HSV-Zweitvertretung, die zurzeit an der Spitze der Regionalliga Nord steht.
Im Winter wurde der 19-Jährige von Bernd Hollerbach in den Profikader beordert. Und imponierte dem früheren Defensiv-Spezialisten zugleich: „Der Junge gefällt mir einfach gut. Weil er sich auf dem Platz nicht versteckt. Er geht richtig hin, haut dazwischen, zeigt Herz. Das hat mich beeindruckt.“ Ambrosius erhielt fortan den Vorzug vor Talent Patric Pfeiffer, der mit ins Wintertrainingslager reisen durfte und ursprünglich als Back-Up für den verletzten Bjarne Thoelke eingeplant war. Im Februar stand Ambrosius im Auswärtsspiel bei Borussia Dortmund dann erstmalig im Kader. Es folgten zwei weitere Nominierungen.
Neu-Trainer Christian Titz ermöglichte dem 1,82-Mann nun sogar das Profi-Debüt. An der Seite von Gideon Jung agierte Ambrosius gegen den VfB Stuttgart von Beginn an. Der Debütant spielte solide, schirmte vor allem Nationalspieler Mario Gomez konsequent ab. Beim Gegentor nahm er jedoch eine unglückliche Rolle ein, als er den Ball in die Füße von Erik Thommy köpfte, woraufhin es zum Stuttgarter Ausgleich kam. Zur Halbzeit wurde Ambrosius schließlich durch Rick van Drongelen ersetzt, was laut Titz aber nur taktisch bedingt war. Da van Drongelen Linksfuß ist, habe man das offensive Pressing der Stuttgarter durch eine andere Spieleröffnung unterbinden wollen.
Mit dem FC St. Pauli und Holstein Kiel haben die Leistungen Ambrosius‘ laut der „BILD“ zwei Zweitligisten auf den Plan gerufen. Für die Kiezkicker lief er sogar schon in der Jugend auf, ehe 2012 der Schritt in die C-Jugend des HSV folgte. Ambrosius machte jedoch gleich bekannt, dem HSV treu bleiben zu wollen. Zwar läuft der Vertrag des Innenverteidigers im Sommer aus, doch dem „kicker“ teilte er mit, weiterhin ein Rothose bleiben zu wollen. Dies dürfte wohl auch in der zweiten Liga der Fall sein. Vielleicht aber könnten die Störche aus Kiel ihm anbieten, in der kommenden Saison doch wieder erstklassig zu spielen.
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