Hertha BSC

Hertha auf Sechsersuche – Weigl ein Thema?

Investor Lars Windhorst hat Hertha BSC im Sommer bereits neue Freiräume auf dem Transfermarkt ermöglicht. Mit der im Januar anstehenden Winter-Transferphase stehen den Berlinern nun dem Vernehmen nach erneut hohe Millionenbeträge zur Verfügung. Diese könnten investiert werden um eine Lücke im defensiven Mittelfeld zu stopfen. Die Hauptstädter stagnieren derzeit im unteren Tabellenmittelfeld. Ihrem Spiel fehlt eine strukturierte Eröffnung aus der eigenen Hälfte heraus. Deswegen soll nun der Dortmunder Julian Weigl in den Fokus gerückt sein. Das zumindest berichtet das Online-Portal „Fussball Transfers“.

Hertha fehlt eine ordnende Hand im Mittelfeld

Laut dem Bericht wollen Quellen aus dem Umfeld von Julian Weigl wissen, dass Hertha BSC konkrete Versuche unternimmt einen Transfer des 24-jährigen Dortmunders zu realisieren. Für die Berliner wird es angesichts des finanziellen Budgets und der langfristig hochgesteckten Ziele wichtig sein, einen Spieler mit internationalem Format zu gewinnen. Zuletzt sagte der neue Coach Jürgen Klinsmann gegenüber Fragenden auf der vereinseigenen Facebookseite, man wolle „mittelfristig“ um Titel mitspielen. Für diese Ziele ist der Kader der Berliner wohl noch nicht hochkarätig besetzt genug.

Mit Eduard Löwen verpflichteten sie im Sommer einen Sechser von Absteiger Nürnberg und Per Skjelbred steht mit 32 Jahren wohl vor den letzten Jahren seiner Karriere. Zudem zeigten beide Mängel bei der Ballverteilung und im kreativen Spielaufbau. Mit Marko Grujic, Ondrej Duda und Vladimir Darida sind die offensiven Positionen im Mittelfeld derzeit gut besetzt. Doch auf der Position des Passgebers dahinter gibt es deutlichen Verbesserungsbedarf. Diese könnte Julian Weigl einnehmen.

Weigl muss wohl wieder ins zweite Glied: Macht seine Rolle ihn wechselwillig?

Der 24-jährige Mittelfeldmann vom BVB profitiert derzeit beim BVB von den Ausfällen von Axel Witsel und Thomas Delaney. Im 3-4-3 übernimmt Weigl den defensiveren Part neben Julian Brandt. In der ersten Saisonhälfte fand er sich zudem einige Male in der Innenverteidigung. Doch abgesehen von seiner guten Spieleröffnung mangelte es Weigl an Tempo und Übersicht für die letzte Abwehrreihe. Ein definitiver Teil der aktuellen Dortmunder Topform ist Weigl auch auf der Sechserposition nicht. Spätestens mit der Rückkehr von Witsel und Delaney zur Rückrunde wird Weigl wohl erneut die Rolle des Rotationsspielers einnehmen.

Auch dem 23 Jahre alten Mahmoud Dahoud wird diese Rolle zu Teil. Damit könnte man argumentieren, dass für den mittlerweile international erfahrenen ehemaligen Sechziger Weigl eine tragendere Rolle bei einem anderen Verein gut vorstellbar wäre. Der Vertrag des 1,86m großen gebürtigen Bad Aiblingers läuft bis 2021. Sein Potenzial dürfte ihn für Interessenten nicht uninteressant, aber auch nicht gerade günstig machen. Hier wären die neugewonnen finanziellen Mittel der Hertha wohl ein dankbarer Eisbrecher bei einer möglichen Annäherung.