Bundesliga

Mainz trauert Sieg hinterher: „Müssen unbedingt gewinnen“

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Am Samstagnachmittag trat der 1. FSV Mainz 05 beim Bundesliga-Restart gegen Union Berlin an. Für Trainer Urs Fischer war dies ein besonderer Auftritt an alter Wirkungsstätte, doch sportlich musste er sich nach 2:0-Führung mit einem Remis zufrieden geben.

Fischer: Rückkehr zur alten Wirkungsstätte

Der 59-Jährige war drei Jahre lang Trainer von Union Berlin, bevor er das Amt im November 2023 abgab. Er erlebte mit ihnen den Aufstieg in die Bundesliga und anschließend den Einzug in die Champions League. Über zwei Jahre später kehrte der Schweizer in die Alte Försterei zurück, um sich den Berlinern gegenüberzustellen. Fischer ist seit Anfang Dezember Trainer der Mainzer, übernahm von Bo Svensson und verlor in allen bisherigen fünf Spielen kein einziges Mal.

In der Partie gegen Union sollte der nächste Erfolg her: Nach 60 Minuten lagen die Pfälzer mit 2:0 in Führung, nach dem Tor von Nadim Amiri in der ersten Halbzeit, während ausgerechnet Ex-Unioner Benedict Hollerbach den zweiten Treffer erzielte. Doch die Freude hielt nicht lange, denn Union zündete spät, konnte innerhalb von neun Minuten aufholen und einen Punkt retten. Die Tore für die Eisernen erzielten Woo-Yeong Jeong (77.) und Marin Ljubicic (86.).

Mainz muss mit einem Punkt zufrieden sein

Mainz muss sich also mit nur einem Punkt zufrieden geben, statt mit den erhofften drei Punkten. Hollerbach hatte noch die Chance auf das 3:2 der Mainzer gehabt, doch traf nicht. Der Angreifer war von seinen Leistungen sichtlich enttäuscht. Das Gegentor von Jeong bezeichnete er zudem als „brutal dumm“, denn Union hatte noch „eine Menge Zeit“ gehabt, „um das Zweite zu machen“, was schlussendlich auch passierte. Fischer sah es bei Sky menschlich: „Wenn man etwas zu verlieren hat, ist es logisch, dass vielleicht manchmal die Knie wackeln.“ Hollerbach zeigte hingegen eine emotionalere Sicht der Dinge: „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Wir müssen heute unbedingt gewinnen.“

Für die Mainzer ist es das nächste Spiel ohne Niederlage, doch man hängt noch immer auf dem letzten Tabellenplatz fest. Drei Punkte hätten den Abstand zum 1. FC Heidenheim nochmal verringert. Hollerbach: „Der Sieg wäre wahnsinnig toll gewesen für den Spirit, für das Momentum“. Nächste Woche trifft Fischers Mannschaft auf den FCH zum Kellerduell.

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