Bundesliga

Medien: Profifußball erhält Freigabe – Termin für Neustart noch offen

Seit Mitte März steht der Profifußball in Deutschland still. Lange war unklar, ob die Saison noch beendet werden kann, oder eine andere Lösung gefunden werden muss. Wochenlang tüftelten die Macher der DFL gemeinsam mit Experten und Politikern an einem Hygienekonzept, das die reguläre Beendigung der Saison ermöglicht. Am Mittwoch will der Bund nun grünes Licht für den Neustart geben.

Vorangehende Quarantäne als Voraussetzung für Neustart

Der „dpa“ (Deutsche Presse-Agentur) liegt die Beschlussvorlage des Bundes für die am Mittwochmittag angesetzten Beratungen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Regierungschefs der Bundesländer vor. Aus dem Dokument geht hervor, dass der Bund dem deutschen Profifußball die Fortführung des seit rund sechs Wochen ruhenden Spielbetriebs erlauben möchte. Ein genaues Datum nennt das Schreiben nicht, doch voraussichtlich soll es entweder am 15. oder am 21. Mai wieder losgehen. Dann selbstverständlich vor leeren Rängen.

„Dem Beginn des Spielbetriebs muss eine zweiwöchige Quarantänemaßnahme, gegebenenfalls in Form eines Trainingslagers, vorweg gehen“, heißt es laut „dpa“ in der Beschlussvorlage. Damit wäre ein Start am 15. Mai quasi unmöglich, da dieses Datum nur noch etwas mehr als eine Woche entfernt ist. Selbst der Start am 21. Mai wäre nur bei sofortigem Beginn der „Trainingslager-Quarantäne“ möglich.

Wochenlanger Kampf lohnt sich für DFL und Klubs

Wird dieser Beschluss am Mittwochmittag tatsächlich so gefasst, wäre das ein großer Schritt in Richtung Existenzsicherung für viele Vereine. Anfang April berichtete unter anderem der „kicker“ davon, dass ohne eine baldige Fortsetzung der Saison 13 der 36 Profiklubs vor der Insolvenz stehen würden. Ohne TV-Gelder, die einen großen Teil der Einnahmen ausmachen, wäre das einigen Vereinen schon im Mai bzw. Juni passiert.

Seither konnte die DFL sich mit ihren Medienpartnern einigen und die vierte TV-Rate zumindest teilweise sichern. Damit verschaffte der Verbund seinen Mitgliedern ein Zeitpolster, welches im Nachhinein nun nicht mehr nötig ist. Zumindest, sofern fortan alles glattgeht. Die restliche Rate soll pro absolviertem Spieltag gezahlt werden.