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Heute Abend steigt das erste Montagsspiel der 1. Bundesliga in diesem Jahr. Bundesweit haben die Ultra-Szenen einen Protestspieltag ausgerufen, welcher am heutigen Abend im Heimspiel des Clubs gegen Bayer seinen Höhepunkt findet. Warum beide Fanblöcke leer bleiben und Proteste stattfinden, lest ihr hier!
Acht Partien des 13. Spieltags in der 1. Bundesliga sind vorbei. Heute Abend folgt das letzte Match mit Nürnberg gegen Leverkusen. Das Spiel, welches den Anlass gab, den aktuellen Spieltag deutschlandweit als Protestspieltag zu nutzen. Ultraszenen schwiegen in allen Stadien die ersten 45 Minuten, um sich am Protest gegen die fortschreitende Kommerzialisierung des Volkssports Fußball und besonders gegen die unbeliebten Montagsspiele zu beteiligen.
Die Nürnberger Ultras planen ebenfalls, das Spielgeschehen eine Halbzeit lang nicht aus dem Block zu verfolgen, sowie zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einer weiteren Aktion auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen. Die Leverkusener Ultras hingegen haben beschlossen, dem Auswärtsspiel ihrer Mannschaft komplett fernzubleiben und verfolgen stattdessen auf einem Fan-Weihnachtsmarkt in Leverkusen die Partie im Radio.
Die Proteste haben alle ein gemeinsames Ziel: Die schnellstmögliche Abschaffung der Montagsspiele und das nicht nur in der ersten Liga. In einem offiziellen Schreiben der „Fanszenen Deutschland“ heißt es: „Holen wir uns den Fußball zurück – von der ersten bis zur letzten Liga!“ Damit ist der Kampf gegen die fortschreitende Zerstückelung der Spieltage und die dadurch zunehmende Kommerzialisierung gemeint, welche nun in Montagsspielen der ersten Bundesliga ihren Höhepunkt gefunden hat.
Der aktuelle Spieltag wurde als Protestspieltag gewählt, da es der erste Spieltag in dieser Saison mit einem Montagsspiel ist. Mitte November kündigten die Fans an, vom 30.11 – 03-12. wieder zu protestieren. Nur einen Tag danach gab die DFL bekannt, dass die Montagsspiele in der ersten Liga mit der Saison 2021/22 wieder abgeschafft werden. Eine direkte Reaktion auf die Wut der Fans? Die DFL leugnet dies. Der Entschluss stehe bereits seit Wochen fest, ließen die offiziellen Vertreter verlauten.
Doch diese Entscheidung ist noch lange kein Grund für die Fans, ihre Proteste einzustellen. Ganz im Gegenteil: Die Ankündigung der DFL sehen die Ultragruppen nur als ersten Teilerfolg. Das Ziel bleibt weiter, Montagsspiele in allen Spielklassen Deutschlands abzuschaffen und die Kommerzialisierung des Fußballs zu stoppen.
Außerdem geben sich die Ultras kritisch, solange noch nichts schwarz auf weiß bestätigt wurde. „Zu häufig gab es bereits in der Vergangenheit Versprechungen, die sich später als leere Worthülsen herausgestellt haben. Das heißt: Bis der neue TV-Vertrag nicht unterschrieben und veröffentlicht ist, dürfen wir von diesen Herren GAR NICHTS glauben oder gar erwarten“, heißt es bei „faszination-nordkurve.de“ von Seiten der Nürnberger.
Mal sehen also, wie das Spiel heute Abend in Nürnberg ablaufen wird. Verständlich ist der Protest der Ultra-Gruppen allemal. An einem Montag von Leverkusen nach Nürnberg. Das bedeutet für die meisten Leverkusener zwei Tage Urlaub nehmen. Logisch, dass man als Fan von Montagsspielen nicht begeistert ist. Es bleibt abzuwarten, ob sich an der aktuellen Situation zeitnah etwas ändert und ob die Proteste Wirkung zeigen.
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