RB Leipzig

Aus Kassel nach Leipzig: Ein Talent vor dem großen Schritt

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Immer früher angeln sich die Bundesliga-Teams deutsche Talente. Sichtbar ist meist nur der sportliche Schritt und der Weg der Jung-Akteure. Doch dahinter steckt ein viel größerer Zusammenhang. Ein 12-Jähriger aus Kassel steht vor diesem großen Schritt nach Leipzig in ein neues Bundesland.

In der Jugend schon wie Profis

Das Profi-Geschäft ist knallhart. Diese Erkenntnis ist längst bekannt in der Bundesliga. Jedoch zieht sich diese Verhältnismäßigkeit auch in den Jugendbereich durch. Denn auch bei den Juniorenteams der hochrangigen Klubs ist Professionalität geboten. So hat das Dasein in Juniorenteams der BL-Teams wenig mit der klassischen Zeit eines Kindes im Sport zu tun. Früh erfährt man den Leistungsdruck.

So heißt es für viele Kinder und Eltern, wenn der große Klub an die Familie herantritt: Abwägen. So macht es nun beispielsweise auch die Familie Kuntze. Denn Sohn Jakob hat eine Einladung von RB Leipzig zum Probetraining vorliegen. Bisher kickt der zwölfjährige für den KSV Hessen Kassel in der C-Jugend. Die Kassler Profis befinden sich derzeit in der Hessenliga auf Aufstiegskurs. Mit einem Punkt Rückstand sind sie Zweitplatzierte.

„Jakob hat in unseren Beobachtungen mit tollen Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. Deshalb möchten wir Jakob und seine Familie gerne kennenlernen und unser Konzept, sportlich, schulisch sowie pädagogisch, persönlich vorstellen“, heißt es in einem Anschreiben, welches seitens RB Leipzig der Familie und Hessen Kassel vorgelegt wurde. Wann dieses Treffen möglich wird, ist offen. Die Corona-Krise blockiert derzeit auch die kleinsten Transfer-Aktivitäten. „Ich würde es sofort machen“, schwärmt Jakob Kuntze von dem Interesse der „Roten Bullen“ gegenüber „Hessischer Niedersächsischer Allgemeine“.

Nur Fußball reicht nicht

Die Eltern hingegen schmunzeln noch. Zwar sei das Angebot der Leipziger sehr reizvoll, allerdings sieht man diesen Schritt als zu früh an. „Wir wollen das jetzt eigentlich noch nicht“, sieht Vater Hans-Werner Kuntze einen Wechsel als fragwürdig an. Schließlich geht es nicht nur um die sportliche Entscheidung Kassel oder Leipzig. Viel mehr geht es darum, einen zwölfjährigen von der Familie zu entfernen und in ein anderes Bundesland zu schicken. Dass der Youngster von der Chance auf Profi-Fußball schwärmt ist logisch und auch lobenswert. Jedoch sind die Bedenken der Eltern, wie in diesem Fall, gerechtfertigt. Denn eine Garantie auf einen Beruf als Profi-Fußballer hat Jakob Kuntze selbst mit diesem Wechsel lange nicht. Und neben dem Sport gibt es auch noch andere Dinge, die im Leben eines jungen Menschen zählen sollten.

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