RB Leipzig

Emil Forsberg: Neue private Situation & Rolle auf dem Feld

Forsberg und seine neue private Situation & Rolle auf dem Platz

Seit Emil Forsberg 2015 für 3,7 Mio. Euro aus Malmö zu Leipzig kam, hat sich einiges in seinem Leben verändert. In „Sport Bild“ sprach er nun über seine Tochter Florence, seine neuen Aufgaben auf dem Feld und in der Mannschaft sowie über Trainer Ralf Rangnick.

„Meine Tochter macht mich Besser“

Durch die Geburt der gemeinsamen Tochter mit Ehefrau Shanga hat sich in Forsbergs Leben einiges verändert: „Der Fußball steht nicht mehr alleine an erster Stelle“, so Forsberg gegenüber „SportBild“ über seine neue Lebenssituation. „Wenn ich jetzt nach Hause komme, Florence und Shanga sehe, ist der Fußball für diese Zeit komplett weg.“ Seine Tochter mache ihn nach eigenen Aussagen „freier für den Fußball“. Durch den Rückhalt von zu Hause genießt der Schwede die Zeit auf dem Platz noch mehr als zuvor, wirkt klarer im Kopf. Dies belegen auch seine Statistiken der bisherigen Saison. Schon in den ersten elf Pflichtspielen war er an sechs Toren direkt beteiligt, in der vergangenen Spielzeit waren es insgesamt neun Torbeteiligungen in 33 Einsätzen.

Neue, alte Rolle auf dem Feld

Grund für den Erfolg ist auch seine neue Rolle auf dem Feld. Unter Rangnick spielt er wieder auf der zentralen Position hinter den Spitzen, was ihm nach eigener Aussage sehr gut gefällt: „Das ist eine Super-Position für mich. So kann ich der Mannschaft viel besser helfen, die Mitspieler besser einsetzen als von der linken Seite aus.“ Durch seine neue Position hat Forsberg mehr Freiräume, kann sich tiefer fallen lassen und das Spiel früher aufziehen. Seine Hauptaufgabe: Das Spiel lenken und die finalen Pässe auf die Stürmer zu spielen, was genau seinen Stärken entspricht.

Nicht nur auf dem Feld ist Forsberg ein Führungsspieler, auch neben dem Platz kommt ihm immer mehr eine wichtige Rolle zu. Mit seinen 26 Jahren gehört der Schwede nun zu den Führungsspielern der jungen Leipziger Mannschaft. Er hilft seinen Mitspielern gerne und häufig weiter, jedoch nicht mit lauten Ansprachen: „In der Kabine bin ich oft ruhig, ich sage selten etwas. Aber wenn, dann muss es wichtig sein.“ Stattdessen gibt er seine Erfahrung dann weiter, wenn er es für richtig hält. Vor der Einwechslung von Yussuf Poulsen im Spiel gegen Salzburg zum Beispiel, nahm ihn sich Forsberg einige Minuten zur Seite und führe ein intensives Gespräch. Er habe mit ihm lange „gesprochen, worauf er achten muss und dass er alles reinwerfen soll. Es hat geholfen, er hat getroffen.“

Rangnick beendete Wechselgedanken

Dass Emil Forsberg in dieser Saison überhaupt noch für Leipzig spielt, ist zu einem großen Teil seinem neuen Trainer Ralf Rangnick zu verdanken. „Als er Trainer geworden ist, war meine Entscheidung klar, dass ich bei RB bleibe. Ich weiß, dass ich unter Ralf besser werde und dass sich die Mannschaft in der Tabelle wieder nach oben entwickeln wird.“ Das gute Verhältnis Forsbergs zu seinem Trainer liegt laut eigener Aussage an der gleichen Einstellung der beiden: „Wir denken beide groß und wollen immer das Maximum. Mein Ziel ist es, mit RB bei den ganz großen Spielen dabei zu sein. Und das möchte er auch. Erfolg steht für uns an erster Stelle – ohne Kompromisse.“

Ob den Sachsen ihr Spielmacher auch in der kommenden Saison erhalten bleiben wird, wenn Julian Nagelsmann das Traineramt übernimmt, bleibt abzuwarten. Wenn Forsberg seine Leistung der ersten Phase der Saison weiter bestätigen kann, wird er Leipzig weiter zu Erfolgen führen und das Interesse großer europäischer Topklubs auf sich ziehen. Es bleibt abzuwarten, wie Rangnick reagiert, wenn er ein ganz großes Angebot für seinen Lieblingsschüler erhält.