Bundesliga

Schwere Aufgabe für Frankfurt: Hoffenheim gastiert am Main

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Die TSG aus Hoffenheim gastiert am Samstagnachmittag im Deutsche-Bank-Park, wo die Sinsheimer auf die Eintracht aus Frankfurt treffen werden.

Der Absturz der Adler

Die Eintracht hat sich in eine Krise manövriert. Nach 18 Spieltagen steht Frankfurt zwar mit 27 Punkten auf dem siebten Platz der Bundesligatabelle, allerdings wächst der Abstand auf die Spitzengruppe stetig. Die Hessen konnten nur eines der letzten sieben Duelle in der höchsten deutschen Spielklasse für sich entscheiden. Außerdem wartet die Mannschaft vom Main seit wettbewerbsübergreifend fünf Pflichtspielen auf einen Sieg. Zudem ist die Defensive der Frankfurter in einem bemitleidenswerten Zustand. In jedem der bisherigen vier Pflichtspiele im neuen Kalenderjahr kassierten die Adler drei Gegentreffer. Auch im immerwährenden Torwartduell zwischen Michael Zetterer und Kaua Santos ist die Frage der Nummer eins nach wie vor offen.

Die Konsequenz des Formtiefs musste Dino Toppmöller ertragen. Der Verein bestätigte am vergangenen Sonntag die Entlassung des Chefcoaches. Toppmöller war seit Juli 2023 Trainer der Eintracht und verhalf ihr im vergangenen Jahr zur erstmaligen Champions-League-Qualifikation über die Platzierung in der Liga. Als Interimscoach stand am Mittwochabend in der Königsklassenpartie gegen Qarabag Agdam Dennis Schmitt an der Seitenlinie. Doch auch unter seiner Führung blieben die alten Probleme zunächst bestehen. Frankfurt verlor gegen die Aserbaidschaner mit 2:3, wieder einmal standen drei Gegentreffer zu Buche. Ob es am Samstag gegen Hoffenheim endlich besser laufen wird, bleibt abzuwarten.

Mit Ilzer Richtung Königsklasse?

Die TSG ist eine der größten Überraschungen der laufenden Bundesligasaison. Seit dem sechsten Spieltag holte Hoffenheim 26 von möglichen 33 Punkten und ist seit Wochen im oberen Tabellendrittel zu finden. Die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer steht vor dem 19. Spieltag auf Platz drei und hat dabei 33 Punkte auf dem Konto. Die letzte Niederlage kassierten die Sinsheimer am 13. Spieltag, als sie Borussia Dortmund mit 0:2 unterlagen. Seitdem ist das Team unbesiegt. Die starke Defensive zeichnet Hoffenheim in dieser Spielzeit besonders aus. Die drittbeste Defensive der Liga ließ gerade einmal 21 Gegentreffer zu. Torhüter Oliver Baumann konnte in vier Partien zu null spielen und weist nach Dortmunds Gregor Kobel die zweitbeste Paradenquote aller Stammtorhüter der Bundesliga auf. 70,7 % der Schüsse, die auf seinen Kasten flogen, konnte der deutsche Nationalkeeper abwehren.

Auch offensiv ist die TSG gut aufgestellt. Mittelfeldspieler Wouter Burger ist der fünftbeste Scorer der gesamten Bundesliga. Durch seine vier Tore und acht Vorlagen ist der 24-jährige Niederländer einer der wichtigsten Akteure im Angriffsspiel der Sinsheimer. Doch auch Fisnik Asllani, Tim Lemperle und Andrej Kramaric konnten alle bereits sechs Tore erzielen. Damit ist Hoffenheim, zusammen mit RB Leipzig und dem FC Bayern, eine der wenigen Mannschaften, bei denen mindestens drei Spieler sechs Tore oder mehr geschossen haben. Das Zusammenspiel aus stabiler Defensive und gefährlicher Offensive verhalf Hoffenheim zu einem Platz, der am Saisonende die Qualifikation für die Champions League bedeuten würde. Gegen Frankfurt will die TSG auf Kurs bleiben und den dritten Sieg in Folge holen.

Rollentausch nach Hinspiel

Beim Hinspiel in Hoffenheim war die TSG klar unterlegen. Die Frankfurter lagen zur Halbzeit mit 2:0 in Front und konnten das Duell schlussendlich mit 3:1 klar für sich entscheiden. Beim Rückspiel scheinen die Rollen umverteilt zu sein. Hoffenheim hat drei der letzten vier Ligaspiele gewinnen können und ist Favorit. Die SGE muss hingegen zunächst versuchen, die Flut an Gegentoren zu minimieren, um endlich wieder punkten und auch siegen zu können. Immerhin verfügen auch die Hessen über eine starke Offensive und konnten in den vier Spielen 2026 ganze zehn Treffer erzielen. Ob die Sinsheimer ihrer Favoritenrolle gerecht werden können oder bei den Adlern endlich der Knoten platzt, wird sich am Samstagnachmittag zeigen

Aufstellungen:

Eintracht Frankfurt: Kaua Santos – Amenda, Koch, Collins – Brown, Skhiri, Chaibi, Kristensen – Uzun, Doan – Kalimuendo

TSG Hoffenheim: Baumann – Bernado, Hajdari, Kabak, Coufal – Avdullahu – Burger, Kramaric – Prass, Moerstedt – Asllani

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