SV Werder Bremen

Abstiegskampf in Bremen: Abwehrchef Moisander bleibt optimistisch

Für Werder Bremen gibt es in der Rückrunde nur ein einziges Ziel: den Abstieg in die zweite Liga zu verhindern. Werder steht mit 14 Punkten auf Platz 17 und ist am kommenden Samstag zu Gast bei Fortuna Düsseldorf. Werders Abwehrchef Niklas Moisander spricht im Interview mit der „Sport Bild“ über die aktuelle Situation seines Teams.

Werder bricht mehrere Negativrekorde

Werder Bremen hat nicht nur die zweitgeringste Punkteausbeute der Liga, sondern stellt auch den Negativrekord in „Zu-null-Spielen“ auf. In der gesamten Hinrunde erlebte Werder noch kein einziges Spiel ohne Gegentor. Niklas Moisander bezieht Stellung: „Das ist sehr enttäuschend und natürlich auch peinlich. Aber es ist auch Motivation. Wir wissen, dass sich was ändern muss, wenn die Rückrunde erfolgreich sein soll.“

Aufgrund der aktuellen Situation plädierte Moisander zuletzt für einen härteren Umgangston in der Mannschaft: „Es war schwierig, Härte vorzuleben, als ich verletzt und gar nicht bei der Mannschaft war. Im Trainingslager gab es zuletzt aber einen Moment im Testspiel. Da sagte ich zu Benny Goller: „Wieder ein Gegentor. Du musst dem Spieler folgen“. Ich kann sehr deutlich werden, wenn es notwendig ist.“

Moisander: „Ein Abstieg wäre eine riesengroße Enttäuschung“

Vor wenigen Tagen gab Werder die Verpflichtung von Kevin Vogt bekannt. Der 28-jährige kommt von der TSG Hoffenheim auf Leihbasis bis zum Ende der Saison nach Bremen. Niklas Moisander freut sich auf den Neuzugang: „Ich habe Kevin bislang als guten und positiven Typen kennengelernt. Er bringt viel Erfahrung mit, war Kapitän in Hoffenheim und hat eine gute Ausstrahlung. Er geht unbelastet in die Rückrunde, weil er die letzten Monate nicht mitgemacht hat. Das kann uns bestimmt helfen.“

Seit dieser Saison hält Werder Bremen den Rekord der Ligazugehörigkeit, spielte nur ein einziges Mal in der zweiten Bundesliga (Saison 1980/81, Anm. d. Red.). Einen zweiten Abstieg will man in Bremen unbedingt vermeiden, wie auch Verteidiger Niklas Moisander erklärt: „Werder ist ein toller Verein. Es wäre eine riesengroße Enttäuschung. Das will keiner in seiner Vita stehen haben. Aber wir waren in den letzten Jahren mehrfach in einer äußerst schwierigen Situation und haben sie gelöst. Das werden wir auch diesmal schaffen.“