SV Werder Bremen

Abschiedsspiel: Welche Top-Werte bleiben von Superstar Diego?

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Abschiedsspiel für Diego im Schatten des Länderspiel-Klassikers Deutschland gegen Italien – Am späten Samstagnachmittag wurde Diego im Weserstadion noch einmal von 42.000 Fans bei Werder Bremen gefeiert. Das Portal Fussballdaten.de verneigt sich vor der Leistung des Brasilianers – und blickt zurück.

„Meine Karriere war besser als ich erwarten konnte“, sagte Diego vor seinem bschiedsspiel im Interview mit Sky, das die Partie live übertrug, „ich hätte mir nicht träumen lassen, dass ich so viele Jahre in Europa spielen würde, ich bin sehr dankbar für dies alles.“

Diego Ribas da Cunha (40) wirkte von 2006 bis 2009 bei Werder Bremen, ehe er sich Juventus Turin anschloss.

Seine letzte Karriere-Station war von 2016 bis 2022 Flamengo Rio de Janeiro.

2010 bis 2014 stand er beim VfL Wolfsburg unter Vertrag. „Er war der erste Weltklasse-Spieler, den ich trainiert habe“, sagte Ex-Wolfsburg-Coach Dieter Hecking (60) in Bremen über ihn.

Abschiedsspiel für Diego: 34 Länderspiele für Brasilien

Diego vor seinem Abschiesspiel: „Meine Mannschaftskollegen (u. a. Tim Borowski, Torsten Frings, Aaron Hunt, Per Mertesacker, Naldo, alle am Samstag mit dabei, d. Red.) haben mir damals sehr geholfen, sie haben mir viel Vertrauen gegeben, deswegen war es etwas Besonderes, hier zu spielen.“

  • Diego und Werder Bremen – Für 6 Millionen Euro holten die Norddeutschen Diego Ribas 2006 unter Marktwert (8 Mio. Euro) vom FC Porto nach Deutschland.
  • Die 27 Millionen Euro, die Juventus Turin 2009 für seine Dienste bezahlte, machen ihn bis heute zum teuersten Abgänger bei Werder Bremen.
  • 34-mal spielte Diego für Brasilien (4 Tore) – 2-mal gewann der Mittelfeldregisseur mit der „Selecao“ die Copa América, die südamerikanische Kontinental-Meisterschaft (2004 und 2007).
  • Zur Einweihung des neuen Londoner Wembley-Stadions erzielte er am 1. Juni 2007 beim 1:1 gegen England in diesem Fußballtempel das erste Tor für eine gegnerische Nationalmannschaft.

Brasilianische Stars beim Abschiedsspiel von Diego in Bremen waren u. a. Ailton, Cafú („Diego hat viel für den deutschen Fußball getan.“), Julio Baptista, Júlio César und Frankfurt-Torhüter Kaua Santos (siehe auch Fussballdaten-News-Feature ,,Brasilianische Torhüter – Noch keine Erfolgsstory.“)

Seine größten Erfolge in Europa erlebte Diego zweifelsohne in seiner Zeit bei Atlético Madrid. Mit den „Colchoneros“ wurde er 2012 in Bukarest im rein spanischen Finale gegen Athletic Bilbao Europa-League-Sieger – und setzte dabei mit dem 3:0 den Schlusspunkt.

  • Insgesamt steuerte der Mittelfeldmann zu diesem Titel 12 Tor-Beteiligungen aus 12 Spielen bei.
  • Zudem war der „klassische Zehner“ mit Atlético Spanischer Meister 2014, im Champions-League-Finale im gleichen Jahr blieb er in Lissabon gegen Real (1:4 n. V.) ohne Einsatz und verpasste mit Atlético um Sekunden den Titel in der „Königsklasse“. Schade.
  • In La Liga lief Diego 43-mal auf (4 Tore).

62,5 Meter

Diego in Deutschland.

  • Das waren 57 Tore in 161 Bundesliga-Spielen für Werder Bremen und den VfL Wolfsburg sowie 2 Titel (DFL Ligacupsieger 2006, DFB-Pokalsieger 2009, beide mit Bremen).
  • 13 seiner Tore markierte Diego per Freistoß (Liga-Rekord).
  • Alle seine BL-Spiele absolvierte er in der Start-Elf.
  • Am 20. April 2007 traf Diego für Bremen gegen Alemannia Aachen (3:1) aus 62,5 Metern Tor-Entfernung – Ebenfalls Liga-Rekord.
  • Dieser Treffer wurde (völlig zu Recht) „Tor des Jahres“ 2007 in der ARD.
  • 3-mal holte er sich zudem die persönliche Auszeichnung für das „Tor des Monats“.

Einen internationalen Titel konnte Diego mit Werder allerdings nicht gewinnen. „Die Werderaner“ scheiterten im letzten UEFA-Cup-Finale vor der Novellierung des Wettbewerbs 2009 in Istanbul mit 1:2 in der Verlängerung an Schachtar Donezk.

Einen handfesten Eklat lieferte der Brasilianer am letzten Spieltag der Saison 2010/2011, als er vor dem Spiel gegen 1899 Hoffenheim in Sinsheim, in dem es für die Wolfsburger um den Liga-Verbleib ging, erst die Mannschaftssitzung und dann das Teamhotel entrüstet verließ.

VfL-Trainer Felix Magath hatte ihn nicht in die Anfangself beordert…

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