Nach Steffen-Desaster: Werders Wunschtrainer schon gefunden?

Nach der Freistellung von Horst Steffen sucht der abstiegsbedrohte Bundesligist SV Werder Bremen intensiv nach einem neuen Trainer, der die Mannschaft aus der Krise führen soll. Sportchef Clemens Fritz verhandelt derzeit mit mehreren Kandidaten – darunter zwei Namen, die besonders häufig fallen.
Zwei Dänen als heißeste Spur
Nach der Entlassung von Horst Steffen (56), richten die Bremer laut „Sky“ ihren Blick auf zwei erfahrene Trainer mit Bundesliga-Vergangenheit: Bo Svensson und Bo Henriksen. Beide kennen die Liga bestens und beide haben beim direkten Ligakonkurrenten 1. FSV Mainz 05 in schwierigen Phasen bewiesen, dass sie Abstiegskämpfe erfolgreich meistern können. Bo Svensson (46) ist seit Dezember 2024 vereinslos, nachdem er bei Union Berlin nur ein halbes Jahr im Amt war. Zuvor führte er Mainz von Platz 17 zum Klassenerhalt und später sogar auf Rang acht. Seine Erfahrung als Spieler (122 Bundesliga-Einsätze) und als Coach im Abstiegskampf machen ihn für viele zu einem logischen Kandidaten. Sein Berater Marc Kosicke hat zudem Bremer Wurzeln.
Bo Henriksen (50) wurde erst vor wenigen Wochen bei Mainz freigestellt, nachdem die Rheinhessen in der laufenden Saison 2025/26 nach starkem Start in die Krise gerutscht waren. Zuvor hatte er Mainz jedoch sensationell auf Platz sechs geführt und für den Europapokal qualifiziert. Der emotionale Däne gilt als Wunschlösung bei Werder, doch seine Freigabe durch Mainz könnte sich schwierig gestalten. Sein Vertrag läuft noch bis 2027 und Mainz könnte als direkter Konkurrent ein Veto einlegen.
Weitere Namen und ein enger Zeitplan
Laut der „BILD“ stehen neben den beiden Dänen auch Außenseiter wie Dieter Hecking (ehemals Bochum) oder Daniel Thioune (zuletzt Düsseldorf) diskutiert. Namen wie Marco Rose oder Nenad Bjelica tauchen zwar auf, gelten aber derzeit nicht als heiße Spur.
Die Bremer Verantwortlichen um Clemens Fritz stehen unter Zeitdruck: Die Transferperiode endet am Montagabend, parallel zur Trainersuche soll auch der Kader noch verstärkt werden. Eine Entscheidung über den neuen Coach wird bis spätestens Mitte der Woche angestrebt, um schnellstmöglich Stabilität zurückzubringen.



