Foto: Sebastian Widmann/Bongarts/Getty Images
Mit 0:2 verlor Werder Bremen auch das nächste wichtige Spiel in der Fußball-Bundesliga. Damit taumelt der deutsche Traditionsklub immer weiter in Richtung zweite Spielkasse. Um den Spielern des Kaders die Bedrohlichkeit der Lage ernst zu machen, reist man nun angeblich in ein „Krisen-Camp“, um die Gemeinschaft zu stabilisieren.
An Trainer Florian Kohfeldt wird nicht gewackelt. Der Cheftrainer sitzt bei dem Weser-Klub nach wie vor fest im Sattel. Die Führung des Klubs betonte den Wunsch mit dem aktuellen Trainer auch notfalls den Abstieg in Kauf zu nehmen. Eine Reißleine soll in dieser Saison nicht gezogen werden. Doch wie schafft der Klub die Trendwende?
Als nächster Gegner wartet das Spitzenteam aus Leipzig auf die Bremer. Nach einem erkämpften 0:0 im Topspiel gegen den FC Bayern München, will der RB-Klub im eigenen Stadtion wieder dreifach punkten. Sicherlich würde man sich in Bremen derzeit einfachere Aufgaben wünschen.
Um trotzdem aus Leipzig etwas mitzunehmen, greift die sportliche Führung nun durch. Wie die „Deichstube“ berichtet, plant der Bundesligist am morgigen Mittwoch nach einer Trainingseinheit gemeinsam die Abreise anzutreten. Kader plus Trainerstab von Werder sollen gemeinsam ein Trainingscamp vor dem Leipzig-Duell beziehen.
„Manche Maßnahmen wird man sehen, manche nicht. Und manches wird auch für die Spieler spürbar sein“, hatte Sportchef Frank Baumann bereits im Anschluss an die Berlin-Partie erklärt. Heißt also, intern wird Baumann anpacken. Das Camp soll den Spieler klarmachen, an welchem Punkt die Mannschaft steht. Vielleicht ist bei einigen Akteuren das Wort „Abstiegskampf“ noch nicht im Kopf drin.
Wo genau das Camp stattfindet, ist unklar. Es soll mehrere Tage gehen und in der Nähe der Auswärtspartie ausgetragen werden. Ein Straftrainings-Charakter dürfte die Maßnahme eher nicht sein. Denn auch Baumann ließ durchblicken, welche Reaktionen man auf die sportliche Talfahrt plane: „Wir wollen nicht nur draufhauen, wir müssen einen Mittelweg finden und auch wieder Zuversicht aufbauen. Wir brauchen eine gewisse Härte, aber eben auch inhaltliche Arbeit und Optimismus“.
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