Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images
Nach einer überragenden vergangenen Saison mit 16 Toren in 28 Ligaspielen konnte Ishak Belfodil zu Beginn dieser Spielzeit nicht überzeugen. Wie sich im Oktober herausstellte, hatte das auch einen Grund. Der Algerier hatte sich am letzten Spieltag der Vorsaison eine schwere Knieverletzung (Kreuzband- und Meniskusriss) zugezogen, die laut dem Spieler von den Vereinsärzten fehldiagnostiziert wurde. Nach fünf Einsätzen unter Schmerzen zog Belfodil im Oktober die Reißleine und ließ sich operieren. Nun klagt der Stürmer seinen Verein in einem „Bild“-Interview öffentlich an und sagt unter anderem, dass er keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit sieht.
Am 34. Spieltag der Saison 2018/2019 musste Ishak Belfodil bereits nach 32 Minuten den Platz verlassen. Der 1,91 m große Stürmer der TSG Hoffenheim hatte sich kurz zuvor das Knie verdreht und konnte nicht mehr weitermachen. Nach anschließenden Untersuchungen sagten die Ärzte dem Spieler offenbar, dass er „glimpflich davon gekommen“ sei. Das erklärte der 27-Jährige nun gegenüber „Bild“. Ihm sei gesagt worden, dass er keine Operation brauche und maximal zehn Wochen lang ausfallen würde. Nach einem Rückfall vor dem Pokalspiel gegen Würzburg, so behauptet Belfodil, hätten die Ärzte dann in einem Nachsatz erwähnt, dass „die Verletzung im Mai nicht gerade klein war.“
Dennoch kam er rund eine Woche später zum Bundesliga-Auftakt gegen Frankfurt eingewechselt. „Ich habe ziemlich schnell gemerkt, dass abrupte Richtungswechsel schwierig waren. Ich konnte mit links nicht schießen“, erklärt er. Da er von den Vereinsärzten für fit befunden worden war, wollte er der Mannschaft helfen, doch schon bald wurde ihm klar, dass er es schlichtweg nicht konnte. „Ich habe mich während des Spiels in Wolfsburg für meine Leistung geschämt, ich konnte meiner Mannschaft in keiner Weise helfen. Ich bat darum, mich auswechseln zu lassen. Und wusste, dass es nicht mehr so weiter gehen kann“, macht Belfodil klar.
Seinen bisher letzten Einsatz absolvierte der Algerier am 23. September bei eben jener Partie in Wolfsburg. Danach fehlte er zunächst offiziell wegen einer Mandelentzündung, Wenig später ließ er sich an dem ihm Probleme bereitenden Knie operieren – laut Belfodil selbst gegen den Willen der TSG Hoffenheim. Bis zum Vorabend der OP sei Druck auf ihn ausgeübt worden, um die Prozedur zu verhindern. Dies brachte den Angreifer nicht von seinen Plänen ab.
Nach der Operation verbrachte er noch drei Tage in Hoffenheim, setzte sich schließlich aber zu seinen Vertrauensärzten nach Paris ab, weil „weder der Trainer noch irgendjemand von der Vereinsführung“ ihn begrüßt oder sich nach ihm erkundigt hätten. Er wollte „nicht weiter stören“ und ging zur weiteren Behandlung in die französische Hauptstadt. Für die TSG auflaufen will Ishak Belfodil nicht mehr. „Ich habe kein Vertrauen mehr. Es besteht für mich keine Basis mehr, für eine erfolgreiche Zusammenarbeit“, stellt er klar.
Die Hoffenheimer meldeten sich zur Personalie Belfodil ebenfalls zu Wort. Manager Alexander Rosen sagt, dass alle Behandlungsschritte gemäß höchsten medizinischen Standards „einvernehmlich und eng abgestimmt mit Ishak angewendet“ wurden. „Wir haben alle das Interesse einer raschen und vollständigen Heilung und wünschen Ishak dafür alles Gute“, wird der 40-Jährige von „Bild“ zitiert.
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